Zumtobel-Chef erwartet schwieriges Jahr 2012/13
Leuchtenhersteller: Krise in Europa in letzten Wochen nochmals verschärft, "kann nicht ohne größere Schmerzen vorübergehen"
Zumtobel AG
Der börsenotierte Vorarlberger Leuchtenhersteller
Zumtobel geht von einem schwierigen Geschäftsjahr 2012/13 aus, das im
Mai begonnen hat. Die Wachstumstrends wie LED und Energieeffizienz
hätten sich bestätigt, die Krise in Europa habe sich in den letzten
Wochen aber sicherlich noch einmal verschärft, sagte Zumtobel-CEO
Harald Sommerer im Interview mit dem "WirtschaftsBlatt" (Freitag):
"Ich kann nicht glauben, dass das alles ohne größere Schmerzen
vorübergeht."
Die langfristige Wachstums-Prognose Zumtobels von 10 Prozent pro Jahr sei an einem Marktwachstum von durchschnittlich 4 Prozent und Marktanteilsgewinnen orientiert. "Wenn der Markt zurückgeht, fangen auch die Preiskämpfe an. Dann wird es schwieriger mit den Marktanteilsgewinnen", so Sommerer. Indikation für einen Betriebsverlust gebe es nicht, sagte der CEO auf eine entsprechende Frage: "Das Betriebsergebnis wird positiv ausfallen. Aber es ist nicht so, dass das laufende Jahr eines der EBIT-Euphorie wird." Am 27. Juni werden die Bilanzzahlen 2011/12 vorgelegt. In den ersten neun Monaten 2011/12 hatte der Umsatz der Gruppe um 6,1 Prozent auf 964,2 Mio. Euro zugelegt, das operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) war dagegen auf 34,1 Mio. geschrumpft, nach 64,4 Mio. Euro.
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