Marktbericht Edelmetalle: Gold und Silber eiern herum

Der Comex Gold Future für August stieg gestern um 0,7 Prozent auf 1.589,10 US-Dollar pro Unze. Der Silber-Future für September legte unterdessen 2,0 Prozent zu auf 27,44 US-Dollar.
Der Oktober-Future für Platin verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 1.445,90 US-Dollar, während der im gleichen Monat auslaufende Future für Palladium ein Plus von 0,6 Prozent auf 583,90 US-Dollar verzeichnete.
Hoffen auf Konjunkturmaßnahmen
Der Markt wartet auf eine Richtungsentscheidung. Obwohl die Edelmetallkurse gestern leicht gestiegen sind, war das Handelsvolumen recht mäßig. Vor allem der schwächere Wechselkurs des US-Dollar zum Euro stützte die Preise. Doch mit der Sommerflaute könnte es bald vorbei sein. In dieser Woche werden zahlreiche makroökonomische Daten veröffentlicht. Hinzu kommt das Protokoll der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed. Anleger werden in den Unterlagen nach Indizien für weitere Konjunkturmaßnahmen suchen.
John Williams, der Federal Reserve Bank President von San Francisco, hat gestern erklärt, dass die Fed auf die Einführung weiterer Stimuli vorbereitet sei. Nach Angaben von Reuters rechnen mittlerweile 70 Prozent der befragten Volkswirte mit einer neuen Runde des US-amerikanischen Anleihenkaufprogramms. Ende Juni waren nur 50 Prozent dieser Meinung. Auch die geringe Inflation in China wird als Vorbote für weitere aggressive Konjunkturmaßnahmen im Reich der Mitte gewertet. Eine solche Entwicklung wäre für die Aktienmärkte und für die Edelmetallkurse positiv.
Back in the Range
Charttechnisch gibt es derzeit wenig zu melden: Gold befindet sich wieder in der Trading-Range zwischen 1580 und 1600 US-Dollar. Silber pendelt aktuell zwischen 27 und 28 US-Dollar. Zu einer verstärkten Dynamik dürfte es erst morgen wieder kommen.
Die oberen Begrenzungen werden voraussichtlich nicht einfach zu knacken sein. Bei Gold verläuft bei 1600 US-Dollar sowohl ein horizontaler Widerstand, als auch die 50-Tages-Linie. Ähnlich sieht es bei Silber aus. Dort kommt bei 28 US-Dollar zum horizontalen Widerstand der mittelfristige Abwärtstrend hinzu, der sich seit März gebildet hat.
Sollten die unteren Marken durchbrochen werden, ist mit einem weiteren Test der massiven Unterstützungszone zu rechnen.
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