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Lieber Leser,

Jahresendrallye abgesagt oder nur verschoben? Ob sich die aktuellen Kurse als „Schnäppchen“ herausstellen oder ob es noch tiefer geht, besprechen wir in dieser Ausgabe. In dieser turbulenten Marktphase sollten Sie in jedem Fall mit reduzierten Positionsgrößen und engen Stopps arbeiten!

DAX – Stopp bei 5.675 Punkten

Aktueller Kurs: 5.745
Widerstand: 6.020
Unterstützung: 5.675
Richtung: seitwärts / aufwärts

Der deutsche Leitindex hatte zuletzt einen schweren Stand – vergangenen Freitag notierte er, in Erwartung positiver Beschlüsse des Gipfeltreffens, noch über 6.000 Punkte. Die Ablehnung Angela Merkels, den Rettungsfond aufzustocken und die Zurückhaltung vor dem Hexensabbat am Freitag (dreifacher Verfallstermin der Optionen an der EUREX) sorgten für eine deutliche Abkühlung der Stimmung und fallende Kurse. Klare Signale sind bisher Mangelware! Von der politischen Nachrichtenflut sollten Sie sich aber nicht ablenken lassen – an der Börse wird die Zukunft gehandelt, nicht die Gegenwart!

Im Bereich von 5.750 Punkten können Sie eine Long-Position eingehen, also auf steigende Kurse setzen – die Verlustbegrenzung sollte dann etwas unter dem letzten Tief liegen (5.675 Punkte). Setzen die Bullen sich durch, würden Sie deutlich davon profitieren, denn der DAX hat das Potential bis auf rund 6.000 Punkte und darüber zu steigen. Deutlich tiefer als 5.650 Punkte sollte der Markt nicht fallen, sonst drohen nochmal tiefere Stände. Wenn Sie erst prozyklisch, also trendbestätigend einsteigen möchten, dann warten Sie den Ausbruch über 6.020 Punkte ab!

Gold – Kauf erst bei 1.555 US-Dollar

Aktueller Kurs: 1.571
Widerstand: 1.675
Unterstützung: 1.555
Richtung: seitwärts

Gold darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Titel „Anlage des Jahres“ machen, denn während die meisten Aktienmärkte eine negative Jahresperformance aufweisen, konnte Gold in der Spitze ein Kursplus von 40% verbuchen. Nach einer wohlverdienten Korrektur im September, ging der Kurs erst mal in eine volatile Seitwärtsphase über und durchbrach dann die Unterstützung bei 1.675 US-Dollar – die Folge war ein schneller Abverkauf auf das momentane Niveau.

Den Rücklauf an die 1.675-1.700 US-Dollar Marke können Sie spekulativ shorten, also auf fallende Kurse setzen. Wenn Sie lieber auf Seiten der Käufer aktiv werden möchten, warten Sie bitte Einstiegskurse um 1.555 US-Dollar ab. Sie handeln dann aber gegen den Trend – enge Stopps! Über der Marke von rund 1.740 US-Dollar könnte das Edelmetall seinen Aufwärtstrend wieder aufnehmen und Ziele über 1.800 US-Dollar ansteuern.

Als klassisches Investment in Krisenzeiten dürfte der Höhenflug mittelfristig noch nicht vorüber sein. Viele von Ihnen werden bemerkt haben, wie die Zahl der Artikel rund um den Goldmarkt in die Höhe geschnellt ist. Deuten Sie dies ruhig als erstes Zeichen einer „Goldblase“, aber bitte bedenken Sie: Eine Spekulationsblase entsteht in mehreren Phasen – auf den Goldmarkt bezogen würde dies bedeuten, dass der größte Teil der Kursgewinne noch vor uns liegt!

Deutsche Bank – 28,50 EUR muss fallen...

Aktueller Kurs: 27,50 Euro
Widerstand: 28,50 Euro
Unterstützung: 26,00 Euro
Richtung: seitwärts / aufwärts

„Leistung aus Leidenschaft“ – so der Slogan der Deutschen Bank, Sie werden ihn kennen. Und die Aktionäre der größten deutschen Bank mussten in den letzten Monaten ihre Leidensfähigkeit immer wieder unter Beweis stellen. Von seinen Höchstkursen, zu Beginn des Jahres, hat sich der Kurs mehr als halbiert und steckt seitdem in einer schwachen Aufwärtskorrektur.

Insbesondere am Mittwoch konnten sich die Banken von Anfang an dem negativen Trend der Aktienmärkte widersetzen – dies könnte ein erstes Signal für eine Gegenbewegung sein! Wenn Sie auf diesem Niveau zugreifen möchten, sollten Sie dem Trade ein klein wenig Luft lassen, den Stopp-Loss also nicht zu eng wählen – kleinere Positionsgröße! Von einem weiteren Kaufsignal können Sie profitieren, wenn der Kurs den Widerstand bei 28,50 Euro nachhaltig durchbricht. Erst unter 26 Euro sollten Sie mit größerer Schwäche rechnen!

Unter dem Eindruck von Kreditausfallrisiken und nachlassender Risikoneigung großer Investoren, war der Bankensektor der Underperformer des Jahres. Zuletzt versicherte die Deutsche Bank aber, es werde weder eine Kapitalerhöhung noch eine Dividendenkürzung geben. Nach klassischen Bewertungsmaßstäben ist die Deutsche Bank eine günstige Aktie!

Praktiker – Nur für Zocker!

Aktueller Kurs: 1,15 Euro
Widerstand: - - -
Unterstützung: - - -
Richtung: abwärts

Praktiker – Schrecken ohne Ende! Vielleicht hätte man auch auf Tiernahrung 20% geben sollen um das zu verhindern – im Ernst, selbst Dauertiefstpreise und ein Land voller Heimwerker haben den Kursverfall von fast 90% in diesem Jahr nicht aufhalten können. Zuletzt kündigte das Management ein Investitionsprogramm von 300 Mio. Euro an – bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von ca. 70 Mio. Euro stellt sich die Frage: Wo soll das Geld denn herkommen?

Ich kann Ihnen die Frage beantworten: Eine Kapitalerhöhung auf sehr niedrigem Niveau ist wahrscheinlich! Selbst wenn man die Kette „Max Bahr“ vorher verkauft und sich auf eine Marke konzentriert, es wird nicht reichen, zumal potentielle Käufer um die Notlage von Praktiker wüssten – das Ergebnis ist eine schlechte Verhandlungsposition.

Wenn ich Sie darum bitten darf: Lassen Sie die Finger von diesem Wert! Natürlich kann es in einem derart geprügelten Wert jederzeit kurze Rallyes geben, aber schlechte Nachrichten von der Unternehmensseite können Sie ohne Vorwarnung auf dem falschen Fuß erwischen.

Klöckner & Co. – Kursziel 11 Euro?

Aktueller Kurs: 8,94 Euro
Widerstand: 11,50 Euro
Unterstützung: 8,20 Euro
Richtung: aufwärts

Die sich abzeichnende Konjunkturschwäche hat den Stahlhandelskonzern Klöckner & Co. mit voller Wucht getroffen. Allein in den vergangenen 6 Monaten hat sich der Kurs mehr als halbiert. Zuletzt wurde diese rasante Talfahrt gestoppt, seitdem dümpelt die Aktie in einer Bandbreite zwischen 8,20 Euro und 11,50 Euro. Zu allem Überfluss wurde die Dividendenzahlung für dieses Jahr kassiert und unter dem Strich soll nicht mehr als eine schwarze Null herauskommen.

Keine rosigen Aussichten, aber wie ich es Ihnen ankündigte - wir machen uns auf die Jagd nach Schnäppchen! Und die gibt es nun mal nicht bei eitel Sonnenschein, sondern wenn alles verloren scheint. Mutige Trader können hier eine Longposition eröffnen, also auf steigende Kurse setzen. Allerdings sollten Sie eine Verlustbegrenzung direkt unter dem letzten Tief einplanen. Auf der Oberseite winken im ersten Schritt Kurse bis zu 11 Euro – sollte die Aktie darüber ausbrechen und auch die Marke von 12 Euro überwinden, dann gibt es bis etwa 13,40 Euro keine nennenswerten Widerstände!

Ein hervorragendes Chance-Risiko-Verhältnis für Mutige!

Ihr
Lars Erichsen
Chefredakteur Trading Brief
www.trading-brief.de

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Verfasst am 19.12.2011 um 15:58, Autor: EMFIS

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