Am Tag nach den Zahlen verlieren die Aktien von Amgen weiter. Anleger bezahlen am Donnerstag drei Prozent weniger für die Papiere als noch am Dienstag. Dabei klingt das, was auf einem Investoren- und Analystentreffen in New York verkündet wurde gar nicht so schlecht. Das größte Biotech-Unternehmen der Welt hat für den Zeitraum bis 2015 einen Ausblick vorgelegt, der die Erwartungen der Finanzwelt übertrifft. So sollen im Jahr 2015 Erlöse von 16 bis 18 Milliarden US Dollar erwirtschaftet werden und dabei je Aktie 7,24 bis 8,60 Dollar verdient werden. Analysten hatten für 2015 einen Gewinn je Aktie von 7,16 und Umsätze von nicht ganz 17 Milliarden vorausgesagt. Kurzfristig, so heißt es von Analysten laut Reuters gebe es aber Bedenken hinsichtlich Epogen. Hier werden eher rückläufige Umsätze befürchtet. Amgen hingegen weist auf das Potenzial von neuen Medikamenten hin und stellt für das Krebsmittel Xgeva und das Osteoporose-Medikament Prolia Umsätze von jährlich drei bis vier Milliarden im Jahr 2015 in Aussicht. „Wir arbeiten hart daran, unsere Erwartungen mindestens zu erreichen, wenn nicht gar zu übertreffen“ sagte CEO Kevin Sharer den Analysten und Anlegern. Auch einen Dividendenzahlung wird künftig erfolgen. Für Biotechunternehmen ein Zeichen, dass man angekommen ist.