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Für einige Wochen sind Neuigkeiten aus der Eurozone für die Märkte ausgeblieben, doch wird die Krise wieder in den Fokus rücken, sobald in den nächsten Wochen Politiker und Händler an ihre Schreibtische zurückkehren. Im August standen die Olympischen Spiele im Vordergrund, wobei aus den einzelnen Euroländern wenige Nachrichten kamen und ein Heben der Augenbraue durch den EZB-Präsidenten Mario Draghi genügte, um die Märkte in Bewegung zu setzen. Bei schwachen Handelsvolumina hatte jedes Interview eines Politikers der Eurozone das Potential, die Märkte nach oben oder unten zu schicken. Trotz eines Monats der relativen Ruhe sind nach Einschätzung von Carl Weinberg, dem Chefökonom von High Frequency Economics, die verwundbaren Seiten von Europas Finanzsektor immer noch nicht angegangen. Griechenland, das monatelang die Hauptsorge in der Eurozone bildete, ist nunmehr wieder auf der Tagesordnung.

Man erwartet, dass Griechenlands Premierminister Samaras eine zweijährige Verlängerung der Frist beantragen wird, in welcher sein Land die Haushaltsanforderungen erfüllen kann. Spanien, die größere und möglicherweise gefährlichere Zone aus der Euro-Peripherie wird nicht lange außerhalb des Scheinwerferlichtes bleiben, da die Märkte erwarten, dass dieses Land bei der EZB um Rettung nachsuchen wird. "Die EZB spielt einen sehr delikaten Balanceakt. Zwischen der EZB und Spanien ist es eine Art Katz und Maus-Spiel. Auf der einen Seite darf Spanien nicht pleitegehen, auf der andreren Seite muss es den Bedingungen für eine Hilfestellung der EZB zustimmen", so Weinberg weiter. Die Gewinne sind im zweiten Quartal in der Eurozone enttäuschend ausgefallen, doch hat sich der Aktienmarkt in diesem Monat trotzdem geringfügig nach oben bewegt.
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Verfasst am 20.08.2012 um 16:58, Autor: BoerseGo

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