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Nach Einschätzung von Jim O'Neil, dem Chef-Vermögensverwalter bei Goldman Sachs, stellen die Schwierigkeiten in den USA, vor allem im Zusammenhang mit dem schwachen Arbeitsmarkt, eine größere Bedrohung für die Märkte dar als die europäische Schuldenkrise. Trotz aller Beachtung der Schwäche in Griechenland, Spanien und anderenorts zeigt sich der Experte mehr besorgt über den Anstieg der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, da diese ein Spiegelbild der weiterhin fragilen US-Wirtschaft sind. "Die Märkte sind zurecht über die Lage in Europa besorgt, aber genauso wichtig ist nach meiner Meinung die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosengeld und die zunehmenden Anzeichen, dass das Momentum der US-Wirtschaft um einiges nachgelassen hat. Ich bin nicht sicher, dass die Europa-Frage so wichtig für wachsende Märkte außerhalb Europas ist", so O'Neill.

Die jüngsten Arbeitsmarktdaten sind seiner Ansicht nach von größerer Bedeutung als die Sorgen in der Eurozone. "Europa bestimmt nicht den Lauf der Welt", so der Experte. Außerdem weist er darauf hin, dass Länder wie Holland und der Schweiz, die in größerer Nähe zu der Schuldenkrise liegen, gut dastehen. O'Neill sieht den Einfluss der Eurozone in einem Vertrauensverlust bei den Unternehmen Amerikas. Dies sei einer der Gründe, die zu einer ständigen Unruhe während des Sommers auf den Aktienmärkten beitragen werden. "Wenn Europa nicht völlig auseinanderfällt, dann bin ich für die zweite Jahreshälfte bei denjenigen, die eine Markterholung sehen, insbesondere in den USA und einigen der führenden Schwellenländern. Wir könnten immer noch deutlich neue Höchststände sehen. Deshalb sollten wir unseren Blick nicht ausschließlich auf Europa richten.
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Verfasst am 25.06.2012 um 17:00, Autor: BoerseGo

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