Samstag, 18.05.2013 - aktualisiert um 14:32 MEZ
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1.1. Allgemeine Informationen

 

Das Wort Aktie ist zwar in aller Munde, aber was genau ist denn überhaupt eine Aktie, welche Ertragsquellen bietet Sie dem Aktionär und welche Risiken sind mit ihr verbunden?

 

Eine Aktie ist eine Urkunde, die ihrem Eigentümer einen Anteil am Gesamtvermögen einer Aktiengesellschaft (AG) und bestimmte Unternehmensrechte verbrieft. Der Aktionär wird Teilhaber am Aktienkapital und damit Mitinhaber des Gesellschaftsvermögens. Wer im Besitz einer Aktie ist, übernimmt ein finanzielles Risiko und ist somit unmittelbar am Gewinn oder auch am Verlust einer AG beteiligt. Bei der Gründung einer AG wird festgelegt, in wie viele Aktien das Grundkapital aufgeteilt wird. Diese Aktien können dann in einem Buch verbrieft sein oder als effektive Stücke gedruckt und herausgegeben werden.

 

Die Ausgabe von Aktien bezeichnet man als Emission. Eine weitere Emission ist auch im Rahmen einer Kapitalerhöhung möglich. Als Aktienemission wird die Ausgabe beziehungsweise Emission von Aktien und ihre Unterbringung bei einer möglichst großen Gruppe von interessierten Anlegern bezeichnet. Das Unternehmen, das die Aktien ausgibt, wird im Emissionsverfahren auch Emittent genannt. Nachdem die Papiere (Aktien) geschaffen wurden, müssen diese dann platziert werden. Dies geschieht meist unter Vermittlung einer Investmentbank, die für ihre Dienstleistungen einen prozentualen Anteil des Emissionserlöses erhält.

 

 

1.2. Kursbildung der Aktien

 

Unter Aktienkurs versteht man den aktuellen Preis einer Aktie, das bedeutet, er stellt den Wert dar, der sich durch Angebot und Nachfrage zum jeweiligen Zeitpunkt ergibt. Das bedeutet wiederum, dass die jeweiligen Kurse die Erwartungshaltung der Anleger widerspiegeln. Aktien werden selten gekauft, weil es dem Unternehmen gut geht, sondern weil man erwartet, dass es ihm zukünftig besser gehen könnte. Alle Nachrichten, Stimmungen und Gerüchte werden hinsichtlich einer möglichen Unternehmensentwicklung bewertet. Dabei werden auch Fakten wie die Arbeitsmarktlage, bevorstehende Firmenübernahmen oder die mögliche wirtschaftliche und politische Entwicklung eines Landes in Betracht gezogen. Dadurch entsteht das Börsenklima, das oft von sehr subjektiven Stimmungen abhängt und daher schwer objektiv erklärbar ist.

 

Aktien steigen, wenn ein Unternehmen gute Zeiten hat und fallen, wenn es dem Unternehmen schlecht geht. Dies ist auf das Prinzip von Angebot und Nachfrage zurückzuführen. Steht ein Unternehmen wirtschaftlich gut da, wollen viele Anleger vom unternehmerischen Erfolg profitieren. Daher werden mehr Anteilsscheine gekauft und auch höhere Preise dafür gezahlt.

 

 

1.3. Aktienemission (neue Aktien)

 

Als Aktienemission wird die Ausgabe beziehungsweise Emission von Aktien und ihre Unterbringung bei einer möglichst großen Gruppe von interessierten Anlegern bezeichnet. Das Unternehmen, das die Aktien ausgibt, wird im Emissionsverfahren auch Emittent genannt. Nachdem die Papiere (Aktien) geschaffen wurden, müssen diese dann platziert werden. Dies geschieht meist unter Vermittlung einer Investmentbank, die für ihre Dienstleistungen einen prozentuellen Anteil des Emissionserlöses erhält.

 

Mit der Platzierung ist insbesondere der Verkauf an eine Vielzahl von Käufern gemeint. Allerdings ist die Schaffung neuer Aktien nur in den folgenden drei Situationen möglich:

 

> bei der Neugründung einer Aktiengesellschaft,

> bei der Umwandlung einer Gesellschaft anderer Rechtsform in eine Aktiengesellschaft und

> bei der Ausgabe junger Aktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung.

 

 

1.4. Aktienarten

 

Bevor Sie Ihr Geld das 1. Mal in Aktien investieren, sollten Sie sich über die unterschiedlichen Arten dieser Anlageform im Klaren werden - denn: Nicht jede Aktie gleicht der anderen!

 

> Stamm- und Vorzugsaktien (Verbriefte Rechte)

 

Am Häufigsten werden Sie die Stammaktie auf dem Börsenparkett antreffen. Sie garantiert Ihnen neben dem Mitspracherecht auf der Hauptversammlung auch alle anderen Aktionärsrechte des Aktiengesetzes. Daneben gibt es noch die Vorzugsaktie. Bei dieser Aktienform haben Sie zwar kein Stimmrecht, Sie erhalten aber als Gegenleistung entweder eine garantierte oder aber eine höhere Dividende. Diese typisch deutsche Aktienform wird es in naher Zukunft nicht mehr geben, da immer mehr Unternehmen dem amerikanischen Vorbild folgen und nur noch Stammaktien zum Handel anbieten.Stammaktien (gewöhnliche Aktien, Vorzugsaktien): Der Vorzug kann sich auf eine höhere Dividende, eine bevorzugte Verteilung des Liquidationserlöses oder auf mehrere Stimmrechte beziehen

 

> Namens- , Inhaber- und vinkulierte Namensaktien (Übertragbarkeit)

 

Sind immer häufiger anzutreffen. Als Eigentümer einer solchen Aktie wird Ihr Name in das Aktienbuch der Gesellschaft eingetragen, so dass dieser der Kreis der Aktionäre namentlich bekannt ist. Dies ist ein großer Vorteil für die Unternehmen, da zudem auch ein engerer Kontakt zu den Aktionären besteht. Inhaber Aktien lauten nicht auf einen bestimmten Namen, sondern verbriefen dem jeweiligen Inhaber sämtliche Aktionärsrechte. Inhaberaktien haben den großen Vorteil, dass Sie diese formlos kaufen oder verkaufen können. Vinkulierte Namensaktien sind eine spezielle Unterform der Namensaktien. Hierbei sind Kauf oder Verkauf nur nach Zustimmung der AG möglich. Der Gesellschaft wird der Überblick über den Aktionärskreis gewährleistet. In der Bundesrepublik ist diese Aktienform äußerst selten.

 

Bei Inhaberaktien wird das Eigentum durch Zustimmung beider Vertragspartner und durch Übergabe der Aktie übertragen. Namensaktien lauten auf eine bestimmte Person und sind im Aktienbuch eingetragen. Eine Übertragung ist nur durch Einigung, Übergabe und Umschreibung des Aktienbuches möglich.

 

 

1.5. Nennwert und Kurswert

 

Der Nennwert gibt an, mit welchem Anteil Sie als Aktionär am Grundkapital und damit am Gesamtvermögen der Aktiengesellschaft beteiligt sind. Der Mindestnennwert, beträgt 1 Euro oder ein Vielfaches davon. Beispiel: Beträgt das Grundkapital eines Unternehmens 100.000 Euro, so verteilt es sich auf 100.000 Aktien mit einem Nennwert von 1€.

 

Der Kurswert ist der tatsächliche Preis einer Aktie, mit dem diese an der Börse gehandelt und der während der Handelszeiten ständig neu berechnet wird. Auf diesen Preis nehmen bereits Schätzungen der zukünftigen Gewinne und der unternehmerischen Perspektiven Einfluss.

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