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1.1. Allgemeine Informationen

 

Als Aktionär verfügen Sie über bestimmte Rechte, welche sich nach der Rechtsordnung des jeweiligen Landes richten und die durch das Aktiengesetz geschützt werden. Bei einem Engagement in Aktien gibt es keine Laufzeitbegrenzung. Sie können Ihre Aktien an jedem Börsentag verkaufen. Die einzige Ausnahme wäre eine Pleite der Aktiengesellschaft, da diese ein unfreiwilliges Ende des Beteiligungsengagements zur Folge haben könnte.

 

 

1.2. Dividendenzahlung

 

Dividenden sind jährliche Gewinnausschüttungen. Die Höhe der Zahlungen wird bei der Hauptversammlung beschlossen. Sollte das Unternehmen keinen Gewinn erwirtschaften, gibt es auch keine Dividendenzahlung an die Aktionäre.

Basis für die Bemessung der auszuschüttenden Dividendensumme ist in der Regel der in einem Geschäftsjahr erwirtschaftete Gewinn, wobei aber auch der Liquiditätsbedarf in den Folgeperiode aufgrund der strategischen Unternehmensplanung mit berücksichtigt wird. Statt einer Dividendenausschüttung kann der Gewinn auch zur Selbstfinanzierung des weiteren Unternehmenswachstums verwendet werden. Steigt dann der Unternehmenswert profitieren die Aktionäre von einem Kapitalgewinn durch Kurssteigerung der Aktie.

 

Die Rechte und die Anliegen der Aktionäre an der Hauptversammlung können auch durch einen Vertreter - eine Person eigener Wahl, eine Depotbank oder eine Aktionärsvereinigung - in der Hauptversammlung geltend gemacht werden.

 

 

1.3. Bezugsrecht

 

Sollte bei der Hauptversammlung eine Kapitalerhöhung beschlossen werden, haben die Aktionäre das Vorrecht die neuen Aktien zu kaufen, damit ihr Anteil am Grundkapital gleich bleibt. Diese Bezugsrechte können auch an der Börse gekauft bzw. verkauft werden. Der Aktionär erhält genau so viele Bezugsrechte, wie sein Anteil am bisherigen Grundkapital der Gesellschaft entspricht. Ein Bezugsrecht kann üblicherweise mit einer bestimmten Frist vausgeübt werden.

 

Am Tag nach der Bezugsfrist wird der Kurs alter Aktien ex Bezugsrecht notiert. Der Kurs ist um den rechnerischen Wert des Bezugsrechts gemindert. Vom Bezugsverhältnis spricht man als Verhältnis zwischen bisherigem Aktienkapital und dem Betrag der Kapitalerhöhung. Das Bezugsverhältnis gibt an, in welchem Verhältnis zu seinem Aktienbestand ein Aktionär neue Aktien beziehen kann.

 

 

1.4. Auskunftsrecht

 

Der Vorstand muss die Aktionäre über die rechtliche und wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens gewissenhaft informieren. Das Auskunftsrecht des Aktionärs gilt nicht, wenn der Vorstand sich durch die Auskunft strafbar macht oder die Auskunft der Gesellschaft bzw. einem mit ihr verbundenen Unternehmen schadet. Die genauen Bestimmungen sind im Aktiengesetzt geregelt. Neben dem Auskunftsrecht besteht auch das Rederecht, es ermöglicht dem Anleger, seine Meinung zu äußern. Es gibt zwar keine zeitliche Beschränkung, doch man sollte nicht allzu lange reden.

 

 

1.5. Hauptversammlung

 

Es gibt jährlich eine Hauptversammlung an der alle Aktionäre teilnehmen können. Hier werden sie über den Stand des Unternehmens informiert und es werden Entscheidungen über z.B. die Dividendenzahlung, Kapitalerhöhung oder Satzungsänderungen beschlossen. Die Aktionäre üben ihre Rechte in den Angelegenheiten der Gesellschaft grundsätzlich in der Hauptversammlung aus. In der Hauptversammlung gewährt jede Stammaktie (im Gegensatz zur Vorzugsaktie) ein Stimmrecht. Die Hauptversammlung wählt mit dem Aufsichtratsrat ein Überwachungs- und Beratungsgremium, welches die Mitglieder des Vorstands bestellt. Der Vorstand hat der Hauptversammlung zudem (ohne entsprechende Abstimmung) den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bericht des Aufsichtsrates vorzulegen. Zu den Kompetenzen der Hauptversammlung gehört es, Vorstand und Aufsichtsrat durch Beschluss die Entlastung zu erteilen. Weitere jährlich zu fassende Hauptversammlungsbeschlüsse sind die Abstimmung zum Gewinnverwendungsvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Wahl bzw. Wiederwahl des Abschlussprüfers der Gesellschaft. Weiters gibt es die Möglichkeit einen HV- Beschluss, der nach Ansicht eines Aktionärs zum Schaden der Gesellschaft ist, anzufechten. Auch auf die Verweigerung einer Auskunft lässt sich eine Anfechtungsklage stützen.

 

 

1.6. Stimmrecht

 

Grundsätzlich wird hinsichtlich des Stimmrechtes bei Aktien zwischen den Stammaktien und den Vorzugsaktien unterschieden. Achtung Vorzugsaktien hingegen meistens kein Stimmrecht. Jeder Aktionär hat pro Aktie (Stammaktie) ein Stimmrecht, damit werden Beschlüsse wie Satzungsänderungen oder die Verwendung des Bilanzgewinnes beschlossen.

 

 

1.7. Liquiditätserlös

 

Sollte das Unternehmen aufgelöst und seine Vermögenswerte verkauft werden, werden die Aktionäre an dem verbleibenden Erlös beteiligt.

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