Mittwoch, 19.06.2013 - aktualisiert um 15:32 MEZ
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1.1. Allgemeine Informationen

 

Anleger, die in Zeiten fallender Börsennotierungen einen sicheren Zufluchtsort für Ihre Anlage suchen, werden häufig Tagesgeldkonten oder Investitionen in Geldmarktfonds wählen. Geldmarktfonds sind Sondervermögen, die bis zu 100 % ihres Kapitals in Bankguthaben, Tagesgeld und kurzfristige Termineinlagen, sowie andere Wertpapiere mit kurzer Restlaufzeit bzw. regelmäßiger Zinsanpassung investieren dürfen.

 

Aufgrund der kurzen Restlaufzeit der im Fondsvermögen enthaltenen Schuldtitel weisen Geldmarktfonds praktisch keine Kursrisiken auf. Ihre Rendite wird fast ausschließlich von der Höhe des kurzfristigen Zinsniveaus beeinflusst. Bleibt dies konstant, steigt ihr Wert praktisch kontinuierlich an, allerdings mit einer sehr geringen Steigerungsrate.

 

Geldmarktfonds sind insbesondere zur Anlage von Geldern geeignet, die für möglicherweise in näherer Zukunft anstehende Ausgaben jederzeit kurzfristig zur Verfügung stehen sollen. Dabei kann es sich beispielsweise um den Kauf eines neuen Autos, die demnächst geplante Weltreise oder Reparaturen am Eigenheim handeln. Wurden entsprechende Mittel früher auf dem Sparbuch geparkt, haben Geldmarktfonds - zumindest bei aufgeklärten Anlegern - die Funktion als "Liquiditätsspeicher" inzwischen weitgehend übernommen.

 

Aufgrund der hohen Anlagesummen können die Manager von Geldmarktfonds mit den Banken, bei denen sie das Fondsvermögen investieren, verhältnismäßig gute Konditionen vereinbaren. Die Erträge von Geldmarktfonds liegen dadurch auch nach Abzug der vom Management einbehaltenen Gebühren in der Regel noch über dem, was Privatanleger bei individuell ausgehandelten Termingeld- oder Sparbuchanlagen erzielen können. Im Gegensatz zu vielen anderen Fondstypen fällt bei Geldmarktfonds meist kein Ausgabeaufschlag an.

 

Eng verwandt mit Geldmarktfonds sind geldmarktnahe Fonds. Sie investieren mindestens 51 % ihres Vermögens in Anleihen mit kurzer Restlaufzeit, den Rest in Festgeld oder Geldmarktpapiere. Aufgrund der im Durchschnitt etwas längeren Restlaufzeit der in ihnen enthaltenen Titel, reagieren geldmarktnahe Fonds geringfügig stärker auf Veränderungen des kurzfristigen Zinsniveaus, wobei Wertschwankungen allerdings auch bei ihnen äußerst gering ausfallen.

 

 

1.2. Funktionsweise von Geldmarktfonds

 

Geldmarktfonds investieren in festverzinsliche Wertpapiere kurzer Laufzeit. Für Geldmarktfonds bedeutet dies ein geringes Risiko Verluste zu machen. Die Rückzahlung des Kapitals durch den Schuldner ist absehbar und in höchstem Maße verlustfrei. Kurzfristige Zinsänderungen oder spontane Veränderungen der Weltwirtschaft sind in der Regel nicht zu erwarten.

 

Geldmarktfonds erwirtschaften meist mehr Rendite als Tagesgeld, im Gegensatz zu Tagesgeld muss aber ein Fonds- oder Wertpapier-Depot vorhanden sein. Zusätzlich haben einige Geldmarktfonds höhere Mindestanlagesummen, was die Anlage von Kleinbeträgen in Geldmarktfonds erschwert. Hier sollte sich der Anleger für das meist kostengünstigere Tagesgeldkonto entscheiden.

 

 

1.3. Vorteile von Geldmarkfonds

 

Geldmarktfonds sind eine der besten Möglichkeiten zur kurzfristigen Geldanlage von 1-12 Monaten. Geldmarktfonds zeichnen sich durch viele vorteilhafte Eigenschaften für den sicherheitsbewußten Anleger aus:

 

> Renditen - Mit einem Investment in Geldmarktfonds kann der Anleger von den attraktiven Renditen am Geldmarkt von Banken und anderen institutionellen Anlegern profitieren. Die Wertentwicklung der Geldmarktfondsanteile ist an das aktuelle Zinsniveau am Geldmarkt gekoppelt und bietet eine kontinuierliche Wertentwicklung ohne die bei Aktien und anderen Wertpapieren üblichen Schwankungen.

 

> Anlagezeitraum - Geldmarktfonds sind besonders geeignet für kurzfristige Anlagen (2 - 12 Monate) und zum Parken von Geldern zwischen größeren Investments.

 

> Sicherheit - Geldmarktfonds erzielen hohe Zinserträge durch Geldmarkttitel mit kurzer Restlaufzeit, schützen Ihr Geld vor der Abwertung durch Inflation und Sie behalten jederzeit die Option für eine erneute Anlage.

 

>Tägliche Verfügbarkeit Anteile an Geldmarktfonds können in der Regel börsentäglich veräußert werden, ohne dass damit Renditeabschläge verbunden sind. Sie verbinden somit die Flexibilität eines Girokontos mit dem Zinsniveau von Festgeld.

 

> Professionelles Management - Ein professionelles Fondsmanagement wählt die Anlageformen sorgsam aus, investiert nur in Anlagen erster Güte bzw. Bonität und hat gegenüber dem Privatanleger die Möglichkeit zeitnah auf Zinsänderungen und andere die Rendite beeinflussende Faktoren zu reagieren.

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