1.1. Allgemeine Informationen
Als Inhaber eines Bonus Zertifikats profitiert der Anleger in vollem Umfang von steigenden Kursen. Gleichzeitig erhält er aber auch bei seitwärts tendierenden und leicht fallenden Kursen eine positive Rendite. Damit eignen sich Bonus Zertifikate besonders für Anleger, die eine positive Grundeinstellung zum Basiswert haben, gleichzeitig aber die Gefahr von kurzfristigen Rückschlägen minimieren möchten. Bonus Zertifikate gibt es auf beinahe alle Anlageklassen: Währungen, Aktien und Rohstoffe und die entsprechenden Indizes. Sie sind flexibel einsetzbar und bieten somit eine echte und sicherere Alternative zu einem Direktinvestment in den Basiswert, ohne dabei auf Kurssteigerungen zu verzichten.
Das attraktive Risiko Profil hat natürlich seinen Preis. Im Gegensatz zum Direktinvestment verzichtet der Käufer eines Bonus Zertifikats auf den Dividendenbezug. Die Dividenden, die während der Laufzeit anfallen, werden verwendet, um den Bonus zu finanzieren. Somit nimmt der Anleger zwar zu 100 Prozent an der Kursentwicklung des Basiswerts teil, verzichtet allerdings auf eventuelle Dividendenzahlungen, die während der Laufzeit des Bonus Zertifikats anfallen können.
Bonus Zertifikate zahlen dem Anleger, wenn sich der Kurs des Basiswerts während der gesamten Laufzeit oberhalb einer bestimmten Barriere bewegt, einen definierten Betrag aus, den so genannten Bonus. Diese Bandbreite wird durch den Sicherheitslevel und den Bonuslevel definiert. Bonuszertifikate richten sich primär an Aktienanleger, sowie begrenzt risikobereite Renteninvestoren.
1.2. Wie funktionieren Bonuszertifikate
Grundsätzlich beziehen sich Bonuszertifikate auf einzelne Aktien oder Indizes (=Basiswert oder Underlying). Bonus Zertifikate sind Direktinvestitionen in Aktien in vielen Marktsituationen überlegen. Hinter einem Bonus Zertifikat verbergen sich der Kauf eines Basiswerts sowie der gleichzeitige Kauf einer „Down-and-out“-Verkaufsoption. Diese Verkaufsoption wird unter anderem über die während der Laufzeit des Bonus Zertifikats erwarteten Dividendenzahlungen des Basiswerts finanziert. Der Anleger verzichtet demnach beim Kauf eines Bonus Zertifikats auf die Dividendenzahlungen des Basiswerts und erhält stattdessen diese besondere Verkaufsoption, die das charakteristische Auszahlungsprofil ermöglicht. Der Basispreis dieser Verkaufsoption entspricht dem Bonuslevel. Im Unterschied zu anderen Verkaufsoptionen besitzt eine „Down and-out“-Verkaufsoption eine weitere Barriere, die bei dem Bonus Zertifikat dem Sicherheitslevel entspricht. Fällt der Kurs des Basiswerts auf oder unter den Sicherheitslevel, dann verfällt die „Down-and-Out”- Verkaufsoption sofort wertlos und kann somit nicht mehr den Bonuslevel sicherstellen.
1.3. Merkmale von Bonuszertifikaten
> Gebremstes Risiko, denn selbst bei Kursverlusten ist eine positive Rendite noch möglich.
> Volles Gewinnpotenzial - von den Kursgewinnen der Märkte profitieren Sie unbeschränkt.
> Auch bei einem Börsenstillstand erzielen Sie stattliche Renditen.
> Das Produkt ist sehr transparent.
> Zertifikate sind jederzeit handelbar - Sie können den Titel nach Belieben kaufen und verkaufen.
> Sie verzichten auf Dividendenzahlungen oder vergleichbare Ausschüttungen.
1.4. Strategie
Bonus Zertifikate lassen sich ideal als taktische Instrumente bei der Portfoliostrukturierung nutzen. Sie können für verschiedene Strategien eingesetzt werden und eignen sich damit sowohl für sehr konservative Investoren als auch für mehr renditeorientierte Anleger. Einige strategische Ansatzpunkte für den Einsatz von Bonus Zertifikaten werden im Folgenden kurz vorgestellt. Bei dieser Strategie geht der Investor von leicht steigenden bzw. seitwärtstendierenden Kursen aus. Entsprechend ist die Sicherheitsbarriere nur wenig unter dem Kurs angesiedelt. Sollte die Sicherheitsbarriere nicht durchbrochen werden, so kann sich der Anleger über eine hohe Bonusauszahlung freuen. In jedem Falle nimmt der Anleger zu 100 Prozent an der Kursentwicklung teil.






































