Mittwoch, 19.06.2013 - aktualisiert um 10:56 MEZ
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1.1. Allgemeine Informationen

 

Egal, ob auf Aktien, Indizes, Rohstoffe, Zinsentwicklungen oder auch Währungen spekuliert werden soll - Hebel-Zertifikate machen’s möglich. Mit so genannten "Calls" gehen Anleger "long", setzen also auf steigende Kurse - mit "Puts" gehen sie „short“ in die andere Richtung. Hebel-Zertifikate sind angesichts der hohen Risiken nur etwas für erfahrene Anleger. Durch den geringeren Kapitaleinsatz bewegt sich der Turbo prozentual wesentlich schneller als der Index. Mit Hebel-Zertifikaten erreichen Sie also eine entsprechende Hebelwirkung auf Ihr Anlagekapital.

 

Die Ausgestaltung der Hebel-Zertifikate ist je nach Emittent sehr unterschiedlich und sollte genau geprüft werden. Mit Hebel-Zertifikaten bekommen Sie in der Regel ein Investment, das in seinem Charakter dem eines Futures-Kontrakts am Terminmarkt ähnelt - allerdings ohne den hohen Mindesteinsatz und das theoretisch unbegrenzte Verlustpotenzial.

 

 

1.2. Funktionsweise von Hebelzertifikaten

 

Wie Optionsscheine, besitzen auch Hebel-Zertifikate einen Basispreis. Die Differenz zwischen Basispreis und dem aktuellen Kurs der Aktie oder des Index bestimmt maßgeblich den Peis eines Hebel-Zertifikates. Bei Turbo Bulls wird der Basispreis zum Zeitpunkt der Emission etwa 20 bis 40 Prozent unter dem aktuellen Kurs des Basiswertes festgelegt. Der Basispreis entspricht also dem Betrag, um den sich Ihr Kapitaleinsatz im Vergleich zu einer Direktanlage reduziert. Bei Turbo Bears liegt der Basispreis je nach Ausstattung etwa 20 bis 40 Prozent über dem aktuellen Kurs des Basiswertes.

 

Jedes Hebel-Zertifiakt verfügt über einen zusätzlichen Knock-out-Level ungefähr in Höhe des Basispreises. Sobald bei einem Turbo Bull der Knock-out-Level während der Börsenhandelszeiten erreicht oder unterschritten wird, wird das Wertpapier sofort wertlos und verfällt. Ein Turbo Bear verfällt sofort wertlos, wenn der Knock-out-Level während der Börsenhandelszeiten, und sei es auch nur einmal und für kurze Zeit, erreicht oder überschritten wird. Sie erleiden dann einen Totalverlust auf Ihr eingesetztes Kapital.

 

 

1.3. Der Hebeleffekt

 

Hebel-Zertifikate weisen wie Optionsscheine einen Hebeleffekt auf. Allerdings bleibt der Hebel für Sie vom Zeitpunkt des Kaufes bis zur Veräußerung - sieht man von der Veränderung des Auf- bzw. Abgeldes ab - konstant. Sollten Sie dasselbe Papier zu einem späteren Zeitpunkt nachkaufen, verändert sich der Hebel, sofern sich der Kurs des Basiswertes und/oder der Preis des Hebel-Zertifikats verändert haben. Aufgrund des hohen Hebels verlieren Hebelzertifikate bei Kursabschlägen des Basiswertes überproportional an Wert und können so durchaus als Totalverlust enden.Daher gehört beim Handel mit Hebelzertifikaten ein hohes Maß an Disziplin dazu.

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