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Verfasst am 06.09.2011 um 18:33, Autor: GK
Silber - Glanz im Schatten des Goldes
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Ob Inflationsschutz oder Bakterienschutz: den Anwendungen sind kaum Grenzen gesetzt. Als Münzmetall erfreut es sich zunehmender Beliebtheit, aber auch in der Medizintechnik aufgrund seiner antibakteriellen Eigenschaft. Wegen seiner Leitfähigkeit erfährt Silber eine hohe Nachfrage in vielen Industrieanwendungen. Und in der Nanotechnologie könnte ein enormes Potenzial für den Rohstoff schlummern. Während Gold einen Großteil der Nachfrage aus der Schmuckherstellung erfährt oder aber – wie vor dem aktuellen Hintergrund - zum Vermögensschutz in stürmischen Zeiten erworben wird, ist dies bei Silber folglich nur eine der unzähligen Einsatzmöglichkeiten. Der hohe Goldpreis macht dazu nun Goldschmuck zunehmend unerschwinglich, wobei Silber hier eine Alternative darstellt.
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Das Gold-Silber-Verhältnis
Ein möglicher Indikator für den Kauf und Verkauf von Silber ist das Verhältnis zwischen Gold- und Silberpreis, die sogenannte Gold-Silber-Ratio. Diese Ratio hat in den letzten rund 300 Jahren zwischen den Faktoren 10 und 100 geschwankt. Gold war also zehn- bis einhundert mal so teuer wie Silber. Im Moment liegt der Faktor bei 43, was ziemlich hoch ist – in der Regel pendelt der Faktor zwischen 10 und 20. Der Faktor 20 entspricht auch ungefähr dem natürlichen Verhältnis zwischen Gold- und Silbervorkommen im Erdreich. Silber kommt also 20 mal so häufig wie Gold vor. Die derzeitige Ratio von über 40 könnte für erhebliches Nachholpotenzial beim Silber sprechen. Im Mai diesen Jahres konnte ein Ratio-Wert von 35 bereits kurzfristig unterschritten werden. Allerdings gibt es keine Garantie, dass sich die Ratio wieder dem historischen Durchschnitt von circa 15 annähert. Außerdem bleibt die Frage, ob der Ausgleich tatsächlich durch einen steigenden Silberpreis zustande kommt – ebenso könnte der Goldpreis fallen. Derzeit notieren Goldunzen bei 1.898 US-Dollar, Silber weist einen Preislevel von 43 US-Dollar pro Unze aus.
CFD-Strategien im Silberhandel
Seine starken Kursschwankungen machen Silber besonders für viele CFD-Strategien attraktiv. Mit nur geringem Kapitaleinsatz können Trader an den kräftigen Kursbewegungen partizipieren. Neben der Gewinnchance erhöht sich durch die Volatilität natürlich auch das Verlustrisiko, doch wenn Anleger ein intelligentes Risikomanagement betreiben und mit garantierten Stops arbeiten, dann können sich Chance-Risiko-Profile ergeben, von denen Anleger in anderen Produkten nur träumen können: begrenztes Verlustrisiko bei unbegrenzten, gehebelten Gewinnen. CFD Trader entscheiden dabei vor jeder Handelsaktion ganz individuell, welches Risiko sie eingehen bzw. in Kauf nehmen wollen.
So sind Swing-Trading und Scalping-Ansätze wie geschaffen für Silber. Steile Kurssprünge, die intraday oft mehr als zwei Prozent ausmachen, lassen Kurzfriststrategien optimal greifen. Bei Anstiegen dieser Größenordnung genügt schon ein moderater Hebel, um signifikante Profite zu erwirtschaften. Fortgeschrittene Trader können beim Silber vortrefflich „scalpen“: Die oft V-förmigen Chartbewegungen weisen eindeutige Richtungen und einen klaren Wendepunkt auf. Gerade Charttechniker wissen diese Formationen zu nutzen. Wer diese schnurgeraden Linien zumindest zum Teil mit hohem Hebel „herausschneidet“, kann am Ende des Tages beachtliche Gewinne erzielen. Aber wie gesagt: NIEMALS ohne Stop in den Markt ...
Fazit: Silber wird von Anlegern viel zu wenig beachtet. Egal ob als langfristige, niedrig gehebelte CFD-Position wegen des Nachholpotenzials, das sich bei der Gold-Silber-Ratio zeigt, oder als gehebeltes intraday-Investment aufgrund der dynamisch ausgeprägten Chartverläufe: Silber ist beim Trading ebenso vielfältig anwendbar wie in der Industrie. Silber hätte es also verdient, aus dem Schatten des Goldes zu treten. (Gregor Kuhn / IG Markets)
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