Der Aufwertungsdruck beim Schweizer Franken hat sich zuletzt wieder verstärkt. EUR/CHF fiel jüngst unter die Unterstützung bei 1,5150 und hat nun Kurs auf die 1,5105, das Tief vom 9. Juli, genommen. Hält diese Marke nicht, steht aus charttechnischer Sicht einem Test der Tiefs der im März etablierten Handelsspanne im Bereich von 1,5000-20 nichts mehr im Wege.Damit nähert sich das Währungspaar aber auch der Gefahrenzone zwischen 1,5100-5000, in der es jederzeit zu Interventionen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) kommen kann. EUR/CHF-Kurse unter 1,5000 gelten der SNB als Dorn im Auge, belasten sie doch die schweizerische Exportwirtschaft in der aktuellen Wirtschaftskrise zusätzlich und verstärken die Gefahr einer Deflation.Um ihre Glaubwürdigkeit nicht zu verlieren, wird die SNB eine EUR/CHF-Abwertung unter die 1,5000 auch im aktuellen Anlauf auf diese Marke nicht zulassen können. Die bisherigen Interventionen lagen zeitlich meist vor einem SNB-Treffen, das am 19. September zum nächsten Mal ansteht. Damit rückt der nächste Show-Down zwischen der SNB und den Spekulanten näher. EUR/CHF-Longpositionen sind somit auf dem aktuellen Kursniveau die erste Wahl, wobei die Handelsspanne zwischen 1,5000 und 1,5450 weiter Bestand haben sollte.Tomke HansmannFXdirekt Bank