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Zumtobel-Crash: Glücksritter Macquarie profitiert

Insider Nº123 / 16 10.5.2016 News

Für Aktionäre der Zumtobel AG war der 15. April 2016 ein ziemlich schwarzer Tag: Minus 26,6 Prozent am Folgetag einer Gewinnwarnung gibt es bei einem ATX-Titel in der Tat nur selten zu vermelden. Wie oft im Leben ist „des einen Leid, die Freude eines anderen“. In diesem Fall ein professioneller Short-Fonds (setzt auf fallende Kurse) des australischen Asset Managers Macquarie mit Sitz im One International Center in Hongkong. Der Fondsmanager hatte wohl einen Riecher, worauf mich ein Tippgeber aufmerksam machte. Am 7. April begann er mit 226.200 Stück Aktien, um mehrere Millionen Euro, die Short-Positionen der Zumtobel AG aufzubauen – wie Zahlen von FMA und Bloomberg belegen.

Nur eine Woche später folgte von Seiten des Vorarlberger Leuchtenherstellers eine überraschende Gewinnwarnung. Selbst an der kurz davor stattgefundenen  Investorenkonferenz der Raiffeisen Centrobank AG in Zürs war davon noch keine Rede. Aus dem Unternehmensumfeld wurde mir gesagt, dass das Ausmaß der schlechten Auftragslage in Hauptmärken wie Großbritannien, Schweiz oder Australien erst nach Eingang der Daten im Reporting aufgefallen war.

Ich freute mich jedenfalls für die Hongkonger Glücksritter. Meine Frage, was sie auf die Idee brachte, bei 35 Short-Positionen in Europäische Unternehmen gerade in den Vorarlberger Mittelständler Zumtobel AG zu gehen, wurde mir freilich von Macquarie nicht beantwortet. Klar, wer gibt schon freiwillig seine erfolgreichen Investmentstrategien preis.

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