Es war die Gier: Steuerbetrug mit Aktiendeals

Insider Nº304 / 18 19.10.2018 News

Du hast sicher die Medienberichte zu den so genannten „Cum Ex“- und „Cum Cum“-Geschäften gelesen. Bei diesen Deals geht es darum, sich durch Tricksereien bei der Dividendenausschüttung zu Unrecht Steuern vom Staat erstatten zu lassen. In Europa soll dadurch bis jetzt (solche Deals laufen immer noch) ein Schaden von mehr als 55 Milliarden Euro entstanden sein.

Österreich ist auch betroffen, in welcher Höhe, weiß der Fiskus offiziell nicht. Auszahlungen in Höhe von 38,5 Millionen Euro wurden verhindert, sagt Finanzminister Hartwig (Löger). In Deutschland entgingen dem Staat von 2001 bis 2016 stolze 31,8 Milliarden Euro! Es gibt zwar einen Kronzeugen („es war die Gier“) und mehrere Verdächtige, die Frage ist aber, ob solche „Cum Ex“-Geschäfte legal waren oder nicht. Das muss das Gericht erst klären.

Stell dir vor, 19 Medien aus zwölf Ländern waren an der Recherche beteiligt. Damit du auch den Durchblick hast, lege ich dir die ausführliche Reportage in der heutigen „Die Zeit“ ans Herz. Darin wird der jahrzehntelange Steuerbetrug (begann schon in den 1990er Jahren) richtig gut erklärt, ein kurzes Video gibt dir zusätzlich einen Überblick.

Auf den ersten Blick, ist dieser Skandal zwar ein großer Imageschaden für die Finanzindustrie. Ich glaube aber, dass dieser Coup zu komplex ist für die große Empörung. Es sei denn, es werden Namen von heimischen Bankern und Anwälten genannt, die jahrzehntelang mitgescheffelt haben.

Cira-Konferenz 2018: Gipfelstürmer im Talk
Bankomat-Gebühr: Transparenz beim Pricing
GIB MIR EINEN TIPP! Du hast eine heiße Story vom österreichischen Markt? Dann teile sie unverzüglich mit mir!
Investoren: US-Fidelity startet Krypto-Service
Rieger Bank: Dinosaurier-Prozess geht weiter

Jetzt Abonnieren

LINKEDIN RSS FEED
x

WHISTLEBLOWER

Du hast eine heiße Story? Dann gib mir einen Tipp! Sende mir Texte, Fotos oder ein Video mit kurzer Beschreibung (Was? Wer? Wann? Wie? Wo?). Deine Daten werden verschlüsselt. Oder per E-Mail an: whistleblower(at)derboersianer.com
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.