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Finanzmarkt: Asfinag holt sich 1,25 Milliarden Euro

Exklusiv Insider Nº334 / 20 22.7.2020 News

Die staatliche Asfinag  holt sich über zwei Anleihen (7 und 15 Jahre Laufzeit) insgesamt 1,25 Milliarden Euro am Kapitalmarkt. Das blieb bisher (fast) unbemerkt. Dabei ist es mit der OMV AG einer der größten Transaktionen im Jahr 2020 an der Wiener Börse.

Erstmals negative Rendite

Das Interesse der institutionellen Investoren war derartig groß, dass die Anleihen (innerhalb weniger Stunden) fünffach überzeichnet waren, wie ich exklusiv erfahren habe. Die sieben-jährige Tranche ist zudem nach meiner Recherche die erste Anleihe des Straßenbetreibers mit einer negativen Rendite. Wie mir die Asfinag erzählt, benötigt sie eine Milliarde Euro davon zur Tilgung einer im Oktober 2020 auslaufenden Anleihe. Das weitere Geld fließt in Bauinvestitionen.

120 Investoren an Board

Zugegriffen haben laut Pressesprecher der Raiffeisenbank International AG (RBI), die als Joint Lead Manager fungierte, über 120 Investoren, hauptsächlich aus Deutschland, Österreich, Benelux-Staaten und Frankreich. Darunter waren vor allem Banken, Pensionskassen und Versicherungen am aktivsten. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei der Asfinag zugeschlagen.

Rechtlichen Beirat holte sich der Konzern von Wolf Theiss. Neben der RBI waren zudem die Erste Group Bank AG und die Unicredit Bank Austria AG als Co-Lead Manager bei der Emssion an Board.

Ich bin verwundert, dass die Transaktion selbst, der Asfinag keine Aussendung wert war.

Folgende Investoren haben die Anleihe laut RBI gezeichnet:

7-jährige Tranche 15-jährige Tranche
Banks 56% 36%
Central Banks/ Official Institutions 24% 14%
Asset Managers 17% 21%
Insurance/ Pension Funds 3% 27%
Other 0% 2%
100% 100%

 

Die regionale Herkunft der Asfinag-Investoren:

7-jährige Tranche 15-jährige Tranche
Germany 22% 31%
Austria 17% 23%
Benelux 16% 13%
France 11% 13%
UK/Ireland 9% 0%
Southern Europe 7% 12%
Nordics 4% 1%
Switzerland 2% 3%
Other 12% 4%
100% 100%

 

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