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Aufruhr: N26-Gründer verhindern Betriebsrat

Insider Nº366 / 20 13.8.2020 News

Die Co-Gründer der Onlinebank N26 Maximilian (Tayenthal) und Valentin (Stalf) haben in letzter Sekunde eine Betriebsratsgründung verhindert. Beim zuständigen Berliner Arbeitsgericht wurde eine einstweilige Verfügung erwirkt, wie das Magazin „Finance Foward“ berichtet. Als Grund wird ein mangelndes Hygienekonzept angeführt. Die Gründung hätte im Berliner Hofbräuhaus stattfinden sollen.

Das gewählte Gremium stünde „gegen fast alle Werte, an die wir bei N26 glauben“, heißt es in einer E-Mail der Gründer.

Ich versteh die beiden Jungs natürlich, sie wollen neue Bürokratie vermeiden und sorgen sich um das Wachstum der N26 Bank. Nur irgendwann kommen auch die digitalen Geschäftsmodelle in die Fesseln der Regulierung. Die beiden Österreicher haben als Gegenvorschlag einen Mitarbeiterrat in der Bank vorgeschlagen.

Beim Kampf gegen die Gewerkschaft haben sie sehr prominente Vorbilder. Red-Bull Gründer Didi (Mateschitz) oder Ryanair-Chef Michael (O’Leary) wehren sich bis heute (großteils erfolgreich) gegen eine Betriebsratsgründung.

Update: Die Versammlung soll nun doch stattfinden. Die Gewerkschaft Verdi ist eingesprungen und wird das Meeting anstelle der Gruppe von N26-Mitarbeitern, die die Wahl geplant haben, abhalten.

Mit diesem Standpunkt kann man als Unternehmer natürlich nicht viele Sympathien im Netz gewinnen. Die Aufruhr über N26 ist groß:

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