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Strafanzeige der FMA: Druck auf Autobank steigt

Exklusiv Insider Nº417 / 20 17.9.2020 News

Die wirtschaftliche Situation der börsennotierten Autobank ist extrem angespannt. Dazu kommen jetzt neue rechtliche Themen. Wie ich von einem Whistleblower erfahren habe, hat der Vorstand der Autobank AG vor kurzem in einem E-Mail seinen Mitarbeitern verkündet, dass es neben einer Strafanzeige von Kleinanlegern gegen Vorstände und Aufsichtsräte der Bank (lies hier mehr zum Hintergrund), auch eine Strafanzeige der Finanzmarktaufsicht (FMA) gegen Vorstandsmitglieder wegen Untreue gibt. Die Anzeige der FMA hat mir Rechtsanwalt Christopher (Schrank), Partner bei Brandl & Talos bestätigt. Er vertritt, genauso wie Rechtsanwalt Laurenz (Strebl), die Autobank AG.

Juristische Fronten

Christopher arbeitet schon seit einigen Monaten im Fall Autobank AG. Im März 2020 waren der OeNB fragwürdige Kreditanpassungen der Bank aufgefallen. Christopher hat in diesem Fall keine Unregelmäßigkeiten festgestellt: „Der Vorstand hat hier sorgfaltskonform gearbeitet.“ Seinen Bericht hat er bereits der FMA geschickt. Die Anzeige wegen Untreue kam jedoch kurz danach. Da ist also noch mehr im Busch. Jetzt prüft Christopher die Strafanzeige der Kleinanleger, hier gehe es um einen separaten Sachverhalt.

Millionen-Wertberichtigung und hoher Jahresverlust

Die FMA hat der Autobank AG vor kurzem Wirtschaftsprüferin Dorotea (Rebmann) von PWC als Aufpasserin verpasst. Anfang September 2020 wurden per Ad-hoc (klick hier) zusätzliche Wertberichtigungen in Höhe von 2,72 Millionen Euro für den Jahresabschluss 2019 angekündigt. Ich rechne jetzt mit einem Jahresverlust von 12 bis 13 Millionen Euro! Laut Whistelblower kommt es seit den Medienberichten auch zu massiven Abflüssen von Kapital, das Aktivgeschäft liege vorerst auf Eis. Die Autobank AG hat mir noch keine Stellungnahme dazu gegeben, Laurenz hat mir aber versprochen, dass er sich darum kümmert. Die Bilanz für 2019 hat auch schon Verspätung. Mein Fazit: Vorsicht ist geboten.

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