Kein Ende in Sicht: 3 Banken und Bank Austria streiten weiter

Insider Nº341 / 21 30.8.2021 News

Im Streit zwischen Unicredit Bank Austria AG (Bank Austria) und der 3 Banken Gruppe ist kein Ende in Sicht. „Die Sachlage ist komplex“, erklärt mir Franz (Gasselsberger), Chef der Oberbank AG, die mit der BKS Bank AG und der BTV AG die 3 Banken-Gruppe bildet. Aktuell laufen neun Verfahren – seit Mai 2019 hat die Bank Austria 16 Verfahren gegen die 3 Banken-Gruppe angestrengt. Franz sagt mir, dass die Auseinandersetzungen im ersten Halbjahr „heftig“ waren, ist aber optimistisch, dass die Verfahren für die Oberbank entschieden werden.

Wie ich dir berichtet habe, sieht die Bank Austria die Verflechtungen innerhalb der 3 Banken Gruppe kritisch. Die Finanzinstitute halten wechselseitig Anteile aneinander und Vorstandsmitglieder sitzen bei Schwesterbanken in den Aufsichtsräten. Die Bank Austria wolle die Oberbank monetarisieren, zerschlagen und verkaufen, „aber wir werden den Kampf entschieden zu Ende kämpfen“, zeigt sich Franz bestärkt.

Im Juni hat der Oberste Gerichtshof in einem Streitpunkt allerdings der Bank Austria recht gegeben, die sich in ihrer Forderung „nach zeitgemäßer Compliance“ bestätigt sieht:

„Konkret bedeutet das, dass der größte Minderheitsaktionär wieder Sitz und Stimme –  entsprechend seiner Anteile – im Aufsichtsrat erhält.“

Überschaubar seien bisher die Verfahrenskosten, weil die Bank Austria „wohl aus Kostengründen die Streitwerte immer sehr gering ansetzt“, erklärt mir Oberbank-Sprecher Andreas (Pachinger) aus Linz:

„Der Aufwand für die Rechtsberatung für die Vorbereitung der Hauptversammlungen und die rechtliche Betreuung der diversen Verfahren ist dagegen enorm. Wir würden diese Beträge viel lieber den Aktionären über die Dividende ausschütten.“

Für mich klingt das alles schon sehr festgefahren. Vielleicht raufen sich die beiden ja noch zusammen – schön wäre das. Aktuell herrscht aber Funkstille. The fight goes on.

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