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Homophobe Äußerungen: Profil attackiert Alfred Reisenberger

Insider Nº58 / 15 16.6.2015 News

Das Nachrichtenmagazin ‚Profil‘ attackiert den bekannten Investmentbanker Alfred Reisenberger nach einem Leserbrief in einem Artikel mit den Titeln „Homophobe Äußerungen von Valartis-Banker Alfred Reisenberger“ und „Homosexueller Anstrich“ in seiner Online- und Printausgabe. Zusätzlich wurde die Profil-Ausgabe vom 1. Juni 2015  in einer OTS-Aussendung mit demselben Inhalt beworben. Mein erster Gedanke: „Ja, dürfen s‘ denn des?“

Profil-Artikel-Reisenberger

Dazu der Urheber, Michael Nikbakhsh gegenüber ‚DerBörsianer.com‘: „Die Frage ist interessant. Ist es Aufgabe eines Nachrichtenmagazins, Themen und Aussagen – unbequeme zumal – „an die Öffentlichkeit“ zu bringen und dabei Haltung zu zeigen? Gegenfrage: Was, wenn nicht genau das? Warum wir das mittels OTS-Aussendung bewarben? Damit es nicht überlesen wird. Damit darüber diskutiert wird.“

Stein des Anstoßes war ein Leserbrief von Alfred mit dem Betreff „Warum Österreich wirklich absandelt” bezüglich der ‚Profil‘-Titelgeschichte zum ökonomischen Niedergang Österreichs, mit der er sich inhaltlich nicht ganz einverstanden erklärte. Doch ‚Profil‘-Journalist Michael Nikbakhsh (einer der renommiertesten seiner Zunft) schenkte einer anderen Zeile, nämlich einem Zitat im Zusammenhang mit Conchita Wurst

„…wenn ein Land versucht, sich einen homosexuellen Anstrich zu geben, Personen wie der/die/das Wurst zu unseren Aushängeschildern werden, und ein Kanzler nicht müde wird zu betonen, dass der Kapitalmarkt das Böse vom Bösen ist, dann darf man sich nicht wundern, wenn wir demnächst links und rechts überholt werden …“,

seine besondere Aufmerksamkeit.

Wurst Conchita Bank Austria Kapitalmarkt

UniCredit Bank Austria AG

Ich finde, man kann zu Conchita Wurst stehen wie man möchte – der Kapitalmarkt (siehe Bank-Austria-Kampagne) und ich sind da sehr tolerant und liberal –, aber einen Autor (immerhin „Profil“-Leser) eines Leserbriefs in der Öffentlichkeit so zu diffamieren und dann noch mit OTS-Aussendung auf seinen Rücken zu bewerben, halte ich für ein grobes journalistisches Foul.

Das sieht Michael anders, seine Beweggründe waren folgende: „Herr Reisenberger hat einen Leserbrief verfasst, den wir abgedruckt haben. Das war ja seine Intention. Als ,Profil‘-Journalist (und als Bürger dieses Landes) fühle ich mich einer gewissen Haltung verpflichtet, die offensichtlich nicht Reisenbergers Haltung entspricht. Seine Annahme, Österreichs „homosexueller Anstrich“ sei der Anfang vom Ende unseres Wohlstands, ist nichts als eine Diffamierung Andersdenkender und -fühlender. Daher: Veröffentlichen ja, aber eben nicht unkommentiert. ,Üblich‘ ist das nicht, weil wir derartige Zuschriften schlicht nicht jeden Tag bekommen.“

Ich finde, am Ende bleibt ein fader Beigeschmack und die Frage: Was darf Journalismus? Diese Methode – und das ist meine Kritik – hat „Österreich“-Niveau! Das haben ‚Profil‘ und Michael gar nicht notwendig, um Leser zu gewinnen. Aber letztlich könnt ihr euch eure eigene Meinung darüber bilden. Ich persönlich freue ich mich jedenfalls wieder über heiße Storys in einer meiner Lieblingslektüren und hoffe, es bleibt bei diesem einmaligen Foul. Einen satirischen Ansatz zu diesem Thema findet ihr hier.

 

 

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