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Exklusiv: Immoinvestoren steigen bei Addiko Bank ein

Exklusiv Insider Nº436 / 20 1.10.2020 Alert

Prominente Immobilieninvestoren steigen im großen Stil bei der börsennotierten Addiko Bank AG ein. Eine Gruppe um den Wiener Immobilienunternehmer Daniel (Jelitzka) hält, nach mir exklusiv vorliegenden Informationen, bereits 19,9 Prozent (könnten bald mehr sein) der Anteile an der ehemaligen Balkantochter der Hypo Alpe Adria und könnte laut Marktinsidern den Anteil sogar auf über 30 Prozent erhöhen. Über ihre Pläne hüllen sich die Investoren in Schweigen. Kritische Addiko-Aktionäre sehen beim Einstieg ein abgestimmtes Vorgehen der Investoren. Dies hätte weitreichende Folgen. Die Investoren gaben dazu keine Stellungnahme ab. Die FMA und Übernahmekomission sind sensibilisiert.

Der Hintergrund: Advent steigt aus

Der Eigentümer Advent, einer der weltweit größten Private Equity Fonds, hat im Rahmen des überraschenden Börsengangs (2019) in Wien seine Ausstiegspläne bekanntgegeben. Seitdem gab es zahlreiche Wechsel an der Unternehmensspitze, was zu Missmut bei den Investoren und einer spannenden Hauptversammlung (HV) führte. Ich habe dir regelmäßig berichtet. Offiziell bekannt ist bisher, dass Advent seinerseits insgesamt 9,90 Prozent an die DDM Invest III AG (mit einer Option auf zusätzliche 10,1 Prozent), einer in der Schweiz domizilierten Gesellschaft, aus dem Umfeld des Schwedischen Investors Erik (Fällstrom) verkaufte. Im Schatten davon haben heimische Investoren zugegriffen.

Börsianer

Immobilieninvestoren greifen zu

Im April 2020 meldete die Wiener JP Immobilien den Erwerb eines Anteils von 4,1 Prozent (aktuell 4,62, hat Option auf weitere 2,37 Prozent) an der Addiko Bank AG. Dann ging es Schlag auf Schlag: Im Mai meldete MW Funds, eine Gesellschaft aus Singapur, die Überschreitung der 4,0 Prozent (aktuell 5,0 Prozent) Meldeschwelle , gefolgt von einer weiteren Beteiligungsmeldung durch den Immobilienentwickler Winegg, der aktuell 4,54 Prozent (Option auf weitere 2,37 Prozent) hält. Die Optionen waren mit dem heutigen Tag schlagend.

Zusätzlich ergibt sich aus dem Teilnehmerverzeichnis der HV im Juli 2020, dass auch zwei weitere österreichische Privatstiftungen der Hendelmillionäre Huber (die Sylvia Mondsee Privatstiftung sowie die Johannes Mattsee Privatstiftung) je knapp über 2,0 Prozent halten. Ebenfalls beteiligt sind Unternehmensberater Christian (Mache) mit 1,0 Prozent und der Geschäftsführer von Ricoh Österreich, Michael (Raberger) knapp unter 1,0 Prozent.

Aufsicht ist sensibilisiert

Der Kauf einer Bank gilt generell als heikel. So wurde unlängst der slowakische Arca Capital Group der Einstieg bei der Wiener Privatbank SE verwehrt. Die Aufsichtsbehörden zeigen sich auf Nachfrage für den Addiko-Deal hoch sensibilisiert. Der FMA „sind die Fakten bekannt“. Sie werden „aktuell geprüft“. Konkrete Verfahren wurden bisher aber nicht eingeleitet. Für mich wäre es ein großer Zufall, wenn mehrere Immobilieninvestoren (die noch dazu großteils in Geschäftsbeziehungen stehen) zufällig und zeitgleich eine börsennotierte Balkanbank für sich entdecken. Ob sich der Mut der Investoren lohnt, wird sich zeigen. Immerhin steht ihr guter Ruf auf dem Spiel. Die Marktkapitalisierung der Addiko Bank AG beträgt aktuell 145,67 Millionen Euro.

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