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Börsenjahr 2023: Wenn das Pendel im ATX umschlägt

Insider Nº421 / 22 22.12.2022 News

Eine derart günstige Bewertung des ATX-Index (Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund Sechs) hat Fritz (Mostböck), Chef der Erste Research bisher selten gesehen und da „sind Gewinnrevisionen und Wirtschaftsabschwung schon weitgehend eingepreist“, sagt er mir bei einem Punsch am Wiener Christkindlmarkt. Nach der müden Jahresperformance des heimischen Leitindex (minus 20 Prozent) macht er mir beim Ausblick wieder Mut:

„In fallenden Märkten hat die Wiener Börse schon immer überproportional schlecht abgeschnitten, in steigenden schlägt das Pendel dafür meist umso stärker ins Positive um.“

Und für so ein Plus stehen die Chancen im kommenden Jahr nicht schlecht, meint Fritz: „Selten folgen zwei stark negative Jahre hintereinander. Sobald sich das Umfeld ändert, strömen gerade in die kleinen Märkte viele Anleger oft schnell raus, aber auch schnell wieder rein.“ Ich bin gespannt!

Tipps vom Analysechef

Fritz knausert nicht mit Empfehlungen. Willst du eher defensiv investieren und dabei ordentlich Dividende einsacken, nennt er Infrastrukturwerte wie die Telekom Austria AG (4,9 Prozent Dividende) oder Österreichische Post AG (6,5 Prozent Dividende). In globale Marktnischen investierst du, wenn du auf die Andritz AG, FACC AG oder Do & Co AG setzt. Günstige Bewertungen sieht Fritz auch bei Zyklikern wie der OMV AG, Strabag SE oder Vienna Insurance Group AG.

Die Top-Peformer im ATX Index waren heuer übrigens die Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (Plus 90,6 Prozent), die DO & CO AG (Plus 24,8 Prozent) und die Andritz AG (Plus 18,8 Prozent)

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