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Hohe Energiepreise: So viel zahlen ATX-Konzerne mehr

Insider Nº281 / 22 19.8.2022 News

Ich finde spannend, wie unterschiedlich die ATX-Unternehmen in punkto Energie aufgestellt sind. Ich habe mir einige Konzerne, die aktuell Zahlen präsentieren, für dich angesehen. FACC-Boss Robert (Machtlinger) hat mir gesagt, dass im ersten Halbjahr 2022 etwa 350.000 Euro an Mehrkosten für Energie pro Monat angefallen sind. Wobei der Flugzeugzulieferer in der Produktion nur noch 18 Prozent an Erdgas einsetzt (der Großteil kommt über Wasserkraft und Geothermie) und Ende 2022 gasfrei (wird durch Erdöl ersetzt) sein will. 50 bis 75 Prozent der Energie hat Robert über Langfristverträge gesichert. Bei der Semperit AG Holding macht Erdgas 83 Prozent aus, die Aufwendungen für Energie sind laut Halbjahresbericht im Vergleich zum Vorjahr von 22,83 Millionen Euro auf 40,94 Millionen Euro gestiegen. Der größte Gasverbraucher in der Semperit-Gruppe ist die Handschuhproduktion in Kamunting in Malaysia, jene Sparte, die Semperit verkaufen will.

Preissteigerungen weitergeben

Die Polytec Gruppe (Energiepreise haben sich verdoppelt), die im Mix mehr als ein Drittel Erdgas zum Trocknen und Heizen einsetzt, konnte rund 25 Prozent der Mehrkosten durch „Preisfixierungen und Optimierungen der Lieferkonditionen bei den Lieferanten absichern“, sagt mir IR-Chef Paul (Rettenbacher), für 2023 wurde der Anteil auf rund 50 Prozent erhöht. 22 Prozent macht Gas bei der Schoeller Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) aus, die ihr Ergebnis nach Steuern im Halbjahr 2022 von 4,2 auf 34,4 Millionen Euro verachtfacht hat. Die Kosten für Energie stiegen von 1,68 (Halbjahr 2021) auf 3,34 Millionen Euro. Hier kannst du auch noch Zahlen über die RHI Magnesita (klick hier) nachlesen, bei deren Produktion zu 80 Prozent Erdgas eingesetzt wird.

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