© BKA/Andy Wenzel

Österreich: Was wir von Ratings halten können

Insider Nº131 / 24 29.4.2024 News

Du hast sicher mitbekommen, dass die europäische Ratingagentur Scope Österreich das Triple-A entzogen hat. Falls du denkst, das wird Auswirkungen auf die Refinanzierungskosten haben, kann ich dich beruhigen. Bei den drei großen Ratingagenturen Standard & Poor’s (AA+), Moody’s (Aa1) und Fitch (AA+) hat Österreich längst das AAA verloren und noch hat Scope nicht die Kapitalmarktrelevanz wie die drei großen etablierten US-Ratingagenturen, sagt mir Gunter (Deuber), Chefvolkswirt der Raiffeisen Bank International AG:

„Es ist schon lange keine rasche Rückkehr zu diesem Ratingniveau von Triple A erwartet worden. Zudem ist der Länderspread derzeit sowieso schon relativ weit, vielleicht sogar fundamental etwas zu weit für die Republik.“

Unicredit Bank-Austria-Chefvolkswirt Stefan (Bruckbauer) hat die Kosten für dich im Auge:

„Im Durchschnitt kostet eine Ratingklasse derzeit circa 10 Basispunkte höhere Refinanzierungskosten, aber da gibt es jetzt wohl kaum eine Änderung.“

Gunter hat mir noch diese Tabelle geschickt, da siehst du die Risikoprämie (52 Basispunkte), die derzeit für Österreichs Staatsanleihen zur zehnjährigen deutschen Bundesanleihe gezahlt werden muss. Gunter meint:

„Der aktuelle Risikoaufschlag Österreichs vs. Deutschland ist auch kein Vertrauensbeweis.“

Risikoprämie österreichische Staatsanleihen

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