© DerBörsianer / Martin Eder

Nach Betrug: FACC-CEO Walter Stephan fliegt

Insider Nº137 / 16 25.5.2016 News

Wie ich erfahren habe, muss  der langjährige Chef des Luftfahrtzulieferers FACC AG, Walter (Stephan), nach dem riesen Betrugsvorfall gehen. Laut dem Aufsichtsrat habe er „seine Pflichten schwerwiegend verletzt“. Nach dem plötzlichen Chefwechsel beim oberösterreichischen Unternehmen springt interimistisch Robert (Machtlinger) ein.

Zur Erinnerung: Das Unternehmen war Opfer eines Internetbetrugs geworden. Ein E-Mail mit dem Vorstandschef als Absender wies eine Mitarbeiterin an, 50 Millionen Euro zu überweisen (darin stand, dass es um eine Firmenübernahme im Ausland geht). Das Mail stammte allerdings nicht vom Vorstand, sondern wurde von Betrügern abgesendet. Die 50 Millionen waren sogleich weg, nun auch bekannt als „Fake-President“-Vorfall (hier mehr dazu).

Heute in der Früh wäre eigentlich die Bilanzpressekonferenz in der Wiener Börse gewesen, die dann aber ganz kurzfristig abgesagt wurde. Spannendes Detail am Rande: ohne „Fake-President“-Vorfall hätte FACC einen Betriebsgewinn von 18,6 Millionen Euro erzielt. So wurde es im Geschäftsjahr 2015/16 ein operativer Fehlbetrag von 23,4 Millionen Euro, der noch höher ausfallen hätte können: Dank unmittelbar eingeleiteter Maßnahmen konnte ein Betrag von 10,9 der fälschlich überwiesenen 50 Millionen Euro auf Empfängerkonten einer Sperre unterzogen werden.

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