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Mifid II: Teurer Research wird zum Bumerang

Insider Nº222 / 17 31.7.2017 News

Du hast sicher schon bemerkt, dass es bei kleinen Werten im ATX Prime Index kaum ein Analysten-„Coverage“ gibt. Analysen und Berichte sind aber notwendig, damit potenzielle Investoren Informationen über die Unternehmen erhalten. Durch die neue Richtline Mifid II (gilt ab 2018) wird das jetzt zusätzlich erschwert, da Research ab sofort etwas kostet. Ich persönlich halte das für gefährlich. Die Analysten werden nur noch Research-Berichte schreiben, wenn sie was dafür bezahlt bekommen. Und institutionelle Investoren werden sich nur noch ein, maximal zwei Analysen leisten können, bei ihren Investmententscheidungen also auf zu wenige Quellen verlassen. Das ist eindeutig ein Rückschritt. Dieser Beitrag zum Thema könnte dich auch interessieren.

Die Deutsche Asset Management macht sich den Research in Zukunft selbst.

Im deutschen MDAX Index, der mit dem ATX vergleichbar ist, beobachten laut Erste Asset Management im Schnitt 20 Analysten eine Aktie, in den Niederlanden und Schweden sind es sogar 25. Im ATX Index liegt der Median bei elf, im ATX Prime Index sind es für Aktien, die nicht auch im ATX Index gelistet sind nicht einmal mehr sechs Analysten.

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