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Empfehlung aufgeweicht: Dividenden ab Oktober 2021

Insider Nº545 / 20 16.12.2020 News

Ein bisschen haben sich die Bankenaufseher erweichen lassen: Die Europäische Zentralbank und die Finanzmarktaufsicht (FMA) empfehlen den Banken zwar weiterhin bis Ende September 2021 auf Dividendenzahlungen (klick hier) zu verzichten. Doch ganz so streng wie noch vor ein paar Wochen klingt dieses Quasi-Verbot (lies hier nach) nicht mehr. Möchten die Banken trotzdem bereits vor Oktober Dividenden zahlen, sollte die Ausschüttung nicht mehr als 15 Prozent der kumulierten Bilanzgewinne 2019 und 2020 betragen sowie 20 Basispunkte der Kernkapitalquote (gemeint ist die CET-1 Ratio) nicht übersteigen. Ich verstehe die Vorsicht des FMA-Vorstands Helmut (Ettl) und Eduard (Müller), da die Auswirkungen (wie Anstieg der Insolvenzen) der Covid-Pandemie frühestens im ersten Halbjahr 2021 sichtbar werden. Da laufen die staatlichen Hilfs- und Stützprogramme aus.

„Dafür gilt es gewappnet zu sein, auch um die Realwirtschaft für den Aufschwung kraftvoll unterstützen zu können“, sagen Helmut und Eduard.

Ich bin gespannt, wie die österreichischen Banken reagieren werden. Der Dividendenzahltag der Erste Group Bank AG ist für den 15. Februar 2021 geplant, das vorläufige Ergebnis der Geschäftszahlen für 2020 gibt es aber erst am 26. Februar. Die Bawag Group AG hat ebenfalls vor Dividenden auszuschütten und will sich „in relevanten Gremien“ mit der EZB-Empfehlung befassen; vorläufige Zahlen für 2020 gibt es am 9. Februar 2021.

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