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Umstrittene Aussagen: Kanzler muss sich zu Börse bekennen

Insider Nº174 / 22 6.5.2022 News

Österreichs Politik fällt seit vielen Jahren durch Untätigkeit am Kapitalmarkt auf, doch die Wortmeldungen von Bundeskanzler Karl (Nehammer) am vergangenen Donnerstag erreichen eine neue Qualität. Innerhalb von Minuten vernichtete er fünf Milliarden Euro an Börsenwert bei Verbund AG, EVN AG und OMV AG. Seinen Staatsmanagern wie Verbund-Boss Michael (Strugl) erwies er als Eigentumsvertreter (Republik Österreich) damit einen Bärendienst. Internationale Investoren flüchteten von der Wiener Börse.

Für die neue ÖBAG-Chefin Edith (Hlawati) muss es ein Schlag ins Gesicht gewesen sein. Das Aktienrecht als „problematisch“ zu bezeichnen, muss der Spitzenjuristin alle Haare aufstellen. Ich hoffe, sie zitiert Karl zur Nachhilfe, sein Kapitalmarktverständnis gehört dringend aufgefrischt. So unsensibel kann man sich nicht am Börsenparkett bewegen.

Bekenntnis vom Kanzler gefordert

Robert (Ottel), Präsident des Aktienforums und Finanzvorstand der Voestalpine AG fordert nun „ein rasches Bekenntnis des Bundeskanzlers zum heimischen Kapitalmarkt und zur Börse, um weiteren Schaden abzuwenden“. Dem kann ich mich nur anschließen. Finanzminister Magnus (Brunner) sollte dringend aktiv werden und die Kohlen für Karl aus dem Feuer holen, um einen weiteren Reputationsschaden zu verhindern.

Dazu appelliere ich an die Bundesregierung, die Maßnahmen zu Stärkung des Kapitalmarkts aus dem Regierungsprogramm endlich anzugehen. Österreich braucht einen starken Kapitalmarkt, wie einen Bissen Brot für mehr Einkommen, Wohlstand und Beschäftigung.

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