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Berichtspflicht: Feilschen um die Aufträge

Insider Nº63 / 23 6.3.2023 News

Um die Erderwärmung einzudämmen, setzt die EU-Kommission bekanntlich auf Regulatorik und spannt die Kapitalmärkte mit ein. Was für AGs bereits Usus ist, gilt für das Berichtsjahr 2025 auch für mittelständische Unternehmen:  die Berichtspflicht zur Nachhaltigkeit (CSRD). Damit werden grüne Investments in diese Betriebe möglich.

1.000 Unternehmen nicht vorbereitet

Dabei weiß knapp die Hälfte (42 Prozent) der in Österreich insgesamt rund 2.000 betroffenen Unternehmen noch nichts von ihrem Glück – wie ich dieser Umfrage der Steuerberatungskanzlei Mazars Austria entnehme. Spannend wird, welche Dienstleister bei der Erstellung dieser Reportings zum Zuge kommen. Peter (Bartos) erzählt mir, dass seine BDO bereits mehr als ein Dutzend erklärte CSR-Experten (Corporate Social Responsibility) ins Team geholt hat. Aus anderen Prüf- und Beratungsunternehmen höre ich ähnliches. Es scheint, ein Boku-Studium ist dort mittlerweile aussichtsreicher als eins an der WU.

Wer bekommt Aufträge?

Weder aus dem Wirtschaftsministerium (BMAW) noch vom Klimaschutzministerium (BMK) erfahre ich derzeit, wer konkret künftig diese Berichte erstellen und prüfen darf. Klarerweise stecken die großen Player wie die Big Four bereits ihr Feld ab. Ich fände es gut, wenn auch kleinere CSR-Pioniere hier ihre Chance bekämen. Und für die betroffenen Mittelständler hoffe ich, dass sich die Bürokratie in Grenzen hält. Nicht, dass ihnen die Lust auf nachhaltige Ideen vergeht.

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