Bank Austria-Demontage: Filetierung von Bank als Folge?

Insider Nº164 / 15 20.10.2015 News

Falls sich die heißen Gerüchte um die Pläne der UniCredit Group für den Verkauf des Privat- und KMU-Geschäfts der UniCredit Bank Austria AG (Bank Austria) an die Bawag PSK um kolportierte 800 Millionen Euro bewahrheiten, dann ist das Ende der Bank Austria besiegelt. Das kommt nicht nur einer „Demontage der Bank Austria“ gleich, wie es die Tageszeitung „Presse“ heute treffend formuliert, sondern ist ein Schlag in das Gesicht des stets loyalen Managements rund um Willi (Cernko), Helmut (Bernkopf) und Dieter (Hengl), denen bisher eigentlich ein sehr gutes Gesprächsklima mit den italenischen Eigentümern attestiert wurde.

Filetierung von Bank als Folge?

Von einem Domino-Effekt sprechen heute einiger meiner Branchenkollegen, wie auch die APA berichtet (hier nachzulesen). Angeblich könnte die Münchner HypoVereinsbank (droht ebenfalls ein Personalabbau) die Groß- und Firmenkunden der Bank Austria betreuen (gehört auch zum UniCredit-Konzern). Einige Insider glauben sogar daran, dass bis auf die Privatbank Schoellerbank in Österreich gar nichts mehr von der Bank Austria übrig bleibt.

Jetzt haben wird den Salat!

Und ganz ehrlich – ich kann die Italiener sogar teilweise verstehen. Der heimische Standort war für Banken noch nie so unattraktiv. Er wurde in den vergangen Jahren von der Bundesregierung fast zu Tode belastet und damit eine Verlagerung von Bankaktivitäten in das nahe Ausland (Ich erinnere nur an die Headquarter-Saga von Andreas Treichl) und somit die Vernichtung von Arbeitsplätzen erst attraktiv gemacht. Die Bankenabgabe (Bis Juni 2015 2,9 Milliarden Euro) könnte insofern in Österreich ein erstes prominentes Opfer fordern. Hoffen wir es nicht, aber die endgültigen Entscheidungen werden jetzt weit weg von Wien in Mailand getroffen.

Anbei ein paar Kommentare aus dem Netz:

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