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Privilegienstadl: OeNB-Banker als schlechte Vorbilder

Insider Nº197 / 15 26.11.2015 News

Im Streit um die Sozialleistungen für Mitarbeiter der Österreichischen Nationalbank (OeNB), die ihnen vertraglich auch zustehen, will der Betriebsrat nur nachgeben, wenn die Arbeitszeit von 38,5 auf 35 Stunden pro Woche gekürzt wird (bei gleicher Bezahlung versteht sich). Mit dieser Forderung hat man Ewald (Nowotny), den OeNB-Gouverneur und Claus (Raidl), den OeNB-Präsidenten, am falschen Fuß erwischt. Bei seinem Amtsantritt 2008 hatte Ewald viele Pläne zur Kürzung von moralisch bedenklichen Sozialleistungen. Einiges wurde umgesetzt (Verkauf der Bankwohnungen), vieles steht noch aus. Jetzt wird man sich bald vor Gericht wiedersehen. Der Streit bei der OeNB wird im Netz heiß diskutiert, wie Twitter-User Stefan beweist:

Für mich unglaublich: Selbst eine Erhöhung des Menüpreises in der Kantine von 1,40 Euro auf 3,40 Euro scheint unmöglich. Daneben regnet es Zuschüsse und Subventionen, die nicht immer ganz nachvollziehbar sind (2013 waren es 13 Millionen Euro an Sozialleistungen). Wie du vielleicht schon gehört hast, haben die Notenbanker auch ein großzügiges Freizeitgelände mitsamt Schwimmbad, zehn Tennisplätzen, Minigolfplatz und Schießstand. Der Chef der Deutschen Bank, John Cryan, sagte vor kurzem, dass Leute im Bankensektor zu viel Geld verdienen. Damit dürfen sich die Herren und Damen von der österreichischen Nationalbank angesprochen fühlen. Wie sich die Branchenkollegen von der UniCredit Bank Austria AG bei diesem Theater vorkommen? Für die muss es eine Verhöhnung sein.

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