Corona-Milliarden: Kein Applaus für Banken

Insider Nº253 / 20 4.6.2020 News

Mir fehlt die Wertschätzung für die Banken in der Öffentlichkeit. Sie sind nämlich in der Corona-Krise Teil der Lösung. Seit März haben die Banken in Österreich (Stichtag 29. Mai 2020) insgesamt zusätzliche liquide Mittel in Höhe von rund 28 Milliarden Euro an heimische Unternehmen vergeben. Darüber hinaus wurden rund 194.000 freiwillige Stundungen bei Kreditzahlungen im Ausmaß von rund 29 Milliarden Euro vorgenommen. Rund 111.000 Stundungen mit einem Volumen von fast fünf Milliarden Euro sind im Rahmen des gesetzlichen Moratoriums erfolgt.

Leider verkauft sich die Bankenbranche viel zu schlecht. Es wäre jetzt eine großartige Möglichkeit gewesen, ihren Nutzen für die Gesellschaft hervorzuheben. Ich finde, es braucht hier mehr Mut zu Meinung und Bewusstsein in den Chefetagen. Ein Beispiel: Die Supermarktkette Spar hat in der Krise Rekordumsätze erzielt, mit klugem Marketing wurde sie und ihre Mitarbeiter als Helden abgefeiert.

Den tapferen systemrelevanten Bankern am Schalter wurde dieser Applaus leider verwehrt. Stattdessen wird unter den Menschen neben der Kreditvergabe, über die bösen Vorstandsgehälter, Bonus- und Dividenenzahlungen diskutiert.

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