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Schock: Milliardenverluste für Wirecard-Aktie

Insider Nº278 / 20 18.6.2020 News

Die Aktie der Wirecard AG verliert heute 50 Prozent ihres Wertes. Der Grund dafür: Die Vorlage des für heute geplanten Jahresabschlusses musste kurzfristig (zum vierten Mal) verschoben werden. Der Wirtschaftsprüfer EY hatte kalte Füße bekommen. Er hat die Wirecard AG darüber informiert, dass über die Existenz von Bankguthaben auf Treuhandkonten in Höhe von 1,9 Milliarden Euro keine ausreichenden Prüfungsnachweise vorlägen. Der österreichische Vorstandschef Markus (Braun) sieht sich als Opfer eines riesigen Betruges.

„Alle Beteiligten sind um schnellstmögliche Aufklärung bemüht. Ob betrügerische Vorgänge zum Nachteil der Wirecard AG vorliegen, ist derzeit unklar. Die Wirecard AG wird Anzeige gegen unbekannt erstatten.“

Das Ganze entwickelt sich zu einer unendlichen Geschichte. Für einen DAX-Konzern ist es ein sehr seltenes Spektakel. Die spannende Hauptversammlung findet am 2. Juli 2020 statt. Einige Großinvestoren fordern den Kopf von Markus. Dazu hat der Fondsriese DWS heute folgendes Statement veröffentlicht.

„Die DWS hat über die letzten Monate ihre treuhänderisch gehaltene Position in Wirecard-Aktien sukzessive reduziert. Aktuell halten wir keine materiellen Positionen in aktiv gemanagten Fonds mehr. Nach der heutigen Nachrichtenlage kommen wir unserer treuhänderischen Verpflichtung unverändert nach. In diesem Zusammenhang analysieren wir die Faktenlage und prüfen die Einleitung rechtlicher Schritte.“

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt darüber hinaus gegen Markus und die drei anderen Vorstände wegen des Verdachts auf Marktmanipulation.

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