© Klaus Ranger

Wirecard-Pleite: Starke Austro-Connection

Exklusiv Insider Nº292 / 20 25.6.2020 News

Wenn ich mir den Bilanzskandal rund um die deutsche Wirecard AG näher ansehe, fällt mir der Österreich-Bezug auf. Neben drei österreichischen Vorständen, der Osteuropa-Zentrale in Graz und Millionen-Darlehen österreichischer Banken gibt es auch einen Bezug zur Politik, die sich bei Events gerne mit Markus (Braun) umgeben hat.

Politisch vernetzt

Ex-CEO Markus saß in der von Bundeskanzler Sebastian (Kurz) einberufenen Strategieabteilung „Think Austria“ und war in der Vergangenheit Geldgeber für ÖVP und Neos. Die SPÖ hat dazu auch schon eine parlamentarische Anfrage gestellt. Das Kanzleramt distanziert sich mittlerweile vom Wirecard-Gründer.

Austro-Führung

An der Spitze des Zahlungsdienstleisters standen mit Markus, Jan (Marsalek) und Susanne (Steidl) gleich drei Österreicher. Übrig geblieben ist seit letzter Woche lediglich Susanne. Jan wurde als erster aus dem Vorstand entlassen, flüchtete auf die Philippinen und will sich jetzt den Behörden stellen. Markus wurde verhaftet, ist auf Kaution frei und wartet derzeit auf sein Gnadenurteil. Er war gefragter Speaker und oft in Österreich zu Gast. Investor Stefan (Klestil) ist zudem stellvertretender Aufsichtsratschef.

Bankkredite

Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG und die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG haben Millionen-Kredite der Wirecard in ihren Büchern stehen. Von ihnen kommt vorerst kein Kommentar. Sie warten den Insolvenzantrag ab.

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