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Millionen abgeschrieben: Uniqa und ihr Russland-Problem

Insider Nº241 / 22 11.7.2022 News

Ich habe gelesen, dass die Uniqa Insurance Group AG (Uniqa) im ersten Halbjahr 2022 russische Anleihen (Staatsanleihen und Unternehmensanleihen) im Wert von 127 Millionen Euro abschreiben muss. Es wurden sämtliche Anleihen (um 156 Millionen Euro eingekauft), die von russischen Emittenten begeben wurden und außerhalb von Russland gehalten werden bewertet. Russlands Zahlungsschwierigkeiten wegen der Sanktionen sind ein Grund, lässt mir die Uniqa ausrichten. Der Vorsteuergewinn (wird am 19. August 2022 präsentiert) wird zwischen demnach 145 bis 165 Millionen Euro ausmachen und damit deutlich weniger als im Jahr 2021 mit 216 Millionen Euro.

Wie du sicherlich weißt, ist die Uniqa mit ihrer Tochter Raiffeisen Life Versicherung in Russland aktiv, mit der sie Lebensversicherungen (Marktanteil 1,1 Prozent) über die Geschäftsstellen der Raiffeisen Bank in Russland vertreibt. Die gute Nachricht: Für die von der Raiffeisen Life gehaltenen Anleihen (Anschaffungskosten in Höhe von 452 Millionen Euro) gibt es derzeit keinen Abschreibungsbedarf, die werden nämlich in Rubel gehandelt und bedient. Sollte sich die Raiffeisen Bank International AG aus Russland (ich hatte dir hier berichtet) zurückziehen – hier hat RBI-Boss Johann (Strobl) dazu kommentiert -, wäre auch die Uniqa-Tochter davon betroffen.

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