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Immofinanz frohlockt: S Immo blecht

Insider Nº327 / 22 29.9.2022 News

Gestern gab die S Immo AG ihre unterzeichnete Absichtserklärung für den Ankauf von Büroimmobilien in Budapest bekannt, die sie von der CPI Property Group (hält 79,02 Prozent an der S Immo AG) und der Immofinanz AG erwerben wird. Ich hatte dir von dem Strategie-Schwenk (klick hier) berichtet. In der gleichzeitig erscheinenden Mitteilung (Verkaufs-Absichtserklärung) der Immofinanz AG heißt es etwas unglücklich formuliert:

„Im Rahmen eines aktiven Portfoliomanagements sollen Immobilien im Wert von rund 1 Milliarde Euro verkauft und die Erlöse in Immobilien mit höherer Rendite in den Kernmärkten der Immofinanz reinvestiert werden.“

Ich frage mich: Muss die S Immo AG wegen ihres neuen Eigentümers Immobilien von dessen Töchtern (CPI hält 76,9 Prozent an der Immofinanz AG) kaufen, die weniger hohe Renditen ausweisen?

Retail für Immofinanz, Büros für S Immo

S-Immo-Sprecherin Elisabeth (Wagerer) sagt mir:

„Die S Immo möchte Immobilien in Deutschland verkaufen, um die Erlöse in höher rentierliche Immobilien insbesondere in Ungarn und Österreich zu investieren. Das wäre bei den Bürogebäuden in Budapest der Fall. Selbstverständlich kauft die S Immo Objekte nur dann, wenn es auch wirtschaftlich Sinn macht.“

Ok, Budapester Büros bringen der S Immo AG mehr als Wohnimmos in Deutschland (die werden mit einem sehr schönen Gewinn verkauft!), aber die Immofinanz verkauft, weil es weit lukrativere Büroimmobilien gibt. Was meinst du? Wobei natürlich hohe Rendite auch oft höheres Risiko bedeutet.

Die Immofinanz AG steigt bei diesem Deal sehr gut aus, denn sie bekommt von der S Immo AG die fehlende Liquidität für 17 Retail-Objekte (klick hier) in Ungarn und der Slowakei, die sie wiederum von der CPI erwirbt. Ich rechne damit, dass es noch weitere Immobilien-Rochaden zwischen den drei Konzernen geben wird. Mögliches Szenario: Die Immofinanz AG soll zukünftig Retail abdecken, die S Immo AG Büros.

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