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Kurze Leine: Banken müssen mehr Geld zurücklegen

Insider Nº423 / 22 23.12.2022 News

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat kurz vor Weihnachten den Banken noch eine lästige Aufgabe verordnet: die zwölf größten systemrelevanten Institute (darunter Unicredit Bank Austria AG und Raiffeisen Bank International AG) müssen ihre Kapitalpuffer ausbauen, das heißt, 0,25 bis 0,50 Prozentpunkte mehr Eigenkapital für diverse Risiken (klick hier) zur Verfügung stellen. Begeistert ist weder der Bankenverband noch die Banken-Spartenvertretung der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), obwohl es eine Anpassung an europäische Vorgaben (Österreich hat das wegen Covid aufgeschoben) ist.

„Unsere Banken sind kapitalmäßig bereits gut ausgestattet. Wir würden uns wünschen, dass die FMA transparent darlegt, wie sie die Höhe der Puffer für die einzelnen Institute berechnet, damit die Banken die einzelnen Parameter beeinflussen können, also wissen, wo sie ansetzen müssen“, sagt mir Bernhard (Freudenthaler), der beim Bankenverband für alle regulatorischen Themen zuständig ist.

Transparenz fehlt

Auch Franz (Rudorfer) – er ist Geschäftsführer der Bankensparte in der WKO – kann die „individuellen Festlegungen der Puffererfordernisse“ nicht nachvollziehen:

„Kritisch sehen wir als Branche auch das Zusammenspiel mit der Verordnung zu den Immobilienkrediten und das sich im zweiten Halbjahr drastisch abkühlende Konjunkturklima. Bei der Notwendigkeit  und dem Zeitpunkt derartiger Schritte liegen Aufsicht und Betroffene naturgemäß immer wieder auseinander“, sagt mir Franz.

Beruhigend ist, dass die FMA im derzeitigen Umfeld keine „signifikanten Auswirkungen auf die Kreditversorgung“ befürchtet. Die Banken selbst fühlen sich gut kapitalisiert, sagen mir die Bankenvorstandschefs. Das Jahr 2023 kann kommen.

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