Notice: Undefined variable: query in /home/vhost001/htdocs/wp-content/themes/template/single-briefing.php on line 9
© Henning Kreft

FinCEN Files: Wer drin steht ist nicht gleich schuldig

Insider Nº426 / 20 23.9.2020 News

Geheime US-Regierungspapiere dokumentieren laut journalistischen Recherchen („Profil“ und „ORF“ waren an Board) das Geschäft von Großbanken mit schmutzigem Geld. Der Vorwurf an die Banken lautet für dich zusammengefasst: Beihilfe zur Geldwäsche oder mangelnde Sorgfaltspflicht. Das hat am Wochenanfang zu starken Kursverlusten bei betroffenen Banken (auch in Österreich) geführt. In den FinCEN Files werden gleich mehrere österreichische Banken genannt. Schuldig sind sie deshalb noch lange nicht! 

Bezug zu heimischen Banken

Zwischen 2007 und 2017 registrierten US-Banken laut „ORF und „Profil“ mindestens 804 verdächtige Transaktionen in einer Höhe von mehr als einer Milliarde US-Dollar mit Österreich-Bezug. Namentlich genannt werden da die Unicredit Bank Austria AG, Erste Group Bank AG, Bawag Group AG, Raiffeisen Bank International AG (RBI) und die ehemalige Meinl Bank. Die letzten zwei Institute werden konkret mit dem Bestechungsskandal um den Baukonzern Odebrecht in Verbindung gebracht. Den anderen Banken konnten bisher keine konkreten Transaktionen zugewiesen werden.

Wird bewusst weggeschaut?

Der Grund dafür ist laut involvierten Redakteuren, dass die Files sehr schwer lesbar sind. Sie stellen sich hinter vorgehaltener Hand die Frage, ob Banken nicht oft bewusst wegschauen, um Geschäft zu machen. Ein Beispiel dafür liefert der ehemalige Compliance-Officer der HSBC, der von seinen Chefs stark unter Druck gesetzt wurde. Vor allem Geldwäschemeldungen sollen oft nur der eigenen Rückversicherung dienen, das Geschäft wird im Zweifel für den Kunden weitergemacht. Das wäre eine Sauerei!

Ich kann mir eine Sorglosigkeit in Österreich kaum vorstellen, sind doch die Regeln streng und die Banken für das Thema sensibilisiert. 99 Prozent von mehreren Milliarden Transaktionen sind sauber, auch das muss mal gesagt werden. Laut den Aufdeckern gibt es zumindest bei der RBI und Meinl Bank in den vergangenen Jahren aber immer wieder Hinweise, die diesen Vorwurf nahelegen. Warten wir ab, was am Ende herausgkommt. Danach bilde ich mir ein Urteil.

ZEB-Studie: Keine Bankenkrise in Sicht
Corona-Hilfe: Stadt macht Wiener zu Investoren
Borealis-Deal der OMV: Leere Meter der Kritiker
Trotz FMA-Empfehlung: VIG zahlt 1,15 Euro Dividende
Rekord: IPO in Polen mit Erste Group und Raiffeisen
Großer Coup: Bitpanda holt sich 52 Millionen
ATX-Aktien im Tief: Manager investieren Millionen

Jetzt Abonnieren

LINKEDIN RSS FEED
x

WHISTLEBLOWER

Du hast eine heiße Story? Dann gib mir einen Tipp! Sende mir Texte, Fotos oder ein Video mit kurzer Beschreibung (Was? Wer? Wann? Wie? Wo?). Deine Daten werden verschlüsselt. Oder per E-Mail an: whistleblower(at)derboersianer.com
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.