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Heiß diskutiert: Modern Monetary Theory nichts für Euroraum

Insider Nº507 / 20 20.11.2020 News

Die Modern Monetary Theory (MMT) sorgt in den sozialen Netzwerken (insbesondere Twitter) aktuell für Diskussionsstoff. Laut der makroökonomischen Theorie können Länder mit eigener Währung und Garantie ihrer Notenbank nicht pleite gehen. Ein Ziel der MMT ist Vollbeschäftigung. Gelddrucken und Jobgarantie: klingt fast zu schön, um wahr zu sein. RBI-Chefanalyst Peter (Brezinschek) hat dazu auf Twitter kommentiert:

„Seit genau diesem Zeitpunkt, wo die Notenbanken die Staatsfinanzierung mit Begründung COVID-19 massiv ausgeweitet haben, erleben Bitcoin&Co eine verständliche Renaissance.“

Ich habe gleich noch bei Stefan (Bruckbauer), Chefökonom der Unicredit Bank Austria AG nachgefragt. Stefan hält die neue ökonomische Strömung für gefährlich:

„Es gab immer wieder diese Idee, sich durch Gelddrucken alleine reich zu machen, es ging immer schief, auch wenn es gute Argumente gab.“

Sorgen hinsichtlich der gestiegenen Schulden währen der Pandemie macht sich Stefan trotzdem nicht, denn Geldpolitik und Fiskalpolitik würden gut zusammenspielen. Übrigens, danke für die Buchempfehlung, Stefan, ich werde mir „Die Bank. Das Geld. Der Staat.“ von Clemens Jost und Hans Kernbauer zu Gemüte ziehen.

Laut Befürwortern sei MMT im Euroraum ohnehin nicht umsetzbar, da in der Eurozone kein Staat die monetäre Souveränität besitzt und steigende Zinsen einige Länder der Eurozone in den Ruin stürzen könnten.

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