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Lizenzentzug aufgehoben: Knalleffekt bei Ex-Meinl-Bank

Exklusiv Insider Nº336 / 19 21.11.2019 Alert

Der Gerichtshof der Europäischen Union hat in einem Eilverfahren den Lizenzentzug durch die EZB der Anglo Austrian Bank AAB AG (vormals Meinl Bank AG) in erster Instanz nach Antrag der Mutter Far East völlig überraschend aufgehoben. Damit ist das Chaos perfekt und ein Präzedenzfall geschaffen! Ich habe exklusive Details für dich:

Wer hat nun das Sagen?

Für mich stellt sich aktuell die Frage, wer hat nun in der neuen alten Bank das Sagen? Derzeit sind noch die Abwickler (die Rechtsanwälte Thomas Engelhart und Clemens Richter) für die Geschäfte der Ex-Meinl Bank verantwortlich. Schon in Kürze dürfte wieder der abberufene Vorstand um Samira (Softic) das Geschäft übernehmen. Die AAB teilte mir mit, dass man in der Früh „ohne Erfolg“ versucht hat, den Firmenbuchrichter zu erreichen. Für die AAB ist der Schaden bereits da, so haben die Korrespondenzbanken und die Wiener Börse AG am Freitag nach dem EZB-Bescheid alle Geschäftsbeziehungen aufgekündigt und alle Medien berichtet.

Der Bescheid wurde nach meinen Informationen aus Behördenkreisen inhaltlich nicht geprüft (steht noch aus) und die Europäische Zentralbank (EZB) nicht angehört. Es wurde nur der Zeitpunkt (man erkannte die Begehr auf aufschiebende Wirkung zu) der Schließung aufgehoben. Es wird besonders interessant sein, wie sich die EZB und FMA verhalten werden. Die Köpfe der Juristen rauchen! So einen Fall gab es bisher noch nicht.

Kassa bleibt für Kunden geöffnet

Um keine weitere Unruhe zu erzeugen, bleibt die Kassa laut AAB für die knapp 2.000 betroffenen Kunden bis auf Weiteres offen. Falls die Bank dieser gesetzlichen Pflicht (der Auszahlung von Geldern) nicht nachkommt, könnte natürlich jeder Kunde sofort ein Konkursverfahren stellen.

In der Ex-Meinl-Bank ist übrigens wieder ein alter Bekannter aufgetaucht. Wie ich exklusiv erfahren habe, ist Ex-Chef Peter (Weinzirl) dem abberufenen Vorstand beratend zur Seite gestanden.

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