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Rette was geht: Heimische Justiz beschäftigt Wirecard

Insider Nº301 / 20 2.7.2020 News

Im Zusammenhang mit einer Strafanzeige gegen die Wirecard-Vorstände Markus (Braun) und Jan (Marsalek) wird in Wien heute auch ein Antrag auf Sicherstellung dreier österreichischer Immobilien gestellt werden. Grund dafür: Der Wiener Anwalt Jörg (Zarbl) vertritt laut seinen angaben Geschädigte des Wirecard-Falls und will jetzt Vermögenswerte für seine Gläubiger sichern. Ich glaube, für die heimische Justiz ist es diesbezüglich erst der Beginn einer langen Leidensgeschichte.

Die Liegenschaften in Hietzing, Kitzbühel und Lainz gehören allesamt Markus oder seiner MB Beteiligungsgesellschaft (sind jeweils mit einem 30 Millionen Euro Pfandrecht einer deutschen Bank belastet). Da Markus selbst in Österreich gemeldet ist und Aktien seiner Wirecard über die Wiener Börse gehandelt werden kann er laut Jörg strafrechtlich hier verfolgt werden. Die am Dienstag eingelangte Strafanzeige wegen des Verdachts auf Marktmanipulation und schweren Betrugs (hier mehr) hat mir die Wiener Staatsanwaltschaft versichert, an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft weiterzuleiten. Ich schätze, bevor die Österreicher aktiv werden, muss aber ohnehin bei der deutschen Justiz erst mal Klarheit geschaffen werden. Dann kann man ins Detail gehen.

Die gestrigen Hausdurchsuchungen, auch in zwei österreichischen Gebäuden, zeigen aber dass hier ohnehin schon eifrig gehandelt wird.

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