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Vorwürfe gegen Löger: Das sagt sein Arbeitgeber VIG

Exklusiv Insider Nº44 / 21 4.2.2021 Alert

Neue Ermittlungen gegen Ex-Finanzminister Hartwig (Löger) sorgen für Schlagzeilen. Es geht um Spenden des Privatklinikenbetreibers Premiqamed an die ÖVP. Das ist für Hartwig und seinem neuen Arbeitgeber die Vienna Insurance Group AG (VIG) unangenehm, hat er doch erst im Jänner sein Vorstandsmandat angetreten. Investoren blicken hier genau hin, gibt es doch ein erhöhtes Reputationsrisiko für den Versicherer. Ich habe deshalb VIG-Aufsichtsratschef Günter (Geyer) um eine Stellungnahme gebeten. Dieser zeigt sich entspannt und hat sich abgesichert.

„Wir haben die mediale Berichterstattung über ‚neue Ermittlungen gegen Ex-Finanzminister Löger zur Kenntnis genommen. Die von den Medien erwähnten Ermittlungen betreffen jedoch keine neuen Vorwürfe, da dieses Verfahren bereits länger anhängig ist.

Der Aufsichtsrat der VIG hat vor Bestellung des Herrn Löger, für den die Unschuldsvermutung gilt, als Mitglied des Vorstandes sämtliche Vorwürfe gegen Herrn Löger umfangreich geprüft. Zu diesem Zweck wurden dem Nominierungsausschuss des Aufsichtsrates der VIG zahlreiche Unterlagen, insbesondere aus den Verfahrensakten von Herrn Löger zur Verfügung gestellt.

Nach Prüfung der von Herrn Löger zur Verfügung gestellten Unterlagen und Informationen sowie einer Befragung des Herrn Löger ist der Aufsichtsrat der VIG zu dem Ergebnis gekommen, dass die Zuverlässigkeit des Herrn Löger im Sinne der gesetzlichen Vorschriften zum Zeitpunkt der Bestellung jedenfalls gegeben ist. Über Art und Umfang der Prüfung der Zuverlässigkeit durch den Aufsichtsrat sowie die Bestellung des Herrn Löger als Mitglied des Vorstandes der VIG wurde auch die zuständige Aufsichtsbehörde informiert.“

Für Hartwig gilt die Unschuldsvermutung, (darauf lege ich Wert). Das Problem an öffentlichen Anschuldigungen ist, dass egal wie ein Verfahren ausgeht, etwas hängen bleibt – dazu tragen auch die sozialen Netzwerke bei. Vor allem wenn Fälle zu einem Politikum werden. Manager wie Hartwig werden es sich zweimal überlegen in die Politik zu wechseln. Das finde ich sehr schade!

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