Wirecard und Commerzialbank: Kulturschock im Reich der Rücktritte

Insider Nº98 / 21 10.3.2021 News

Die Unterentwicklung der österreichischen Rücktrittskultur ist kein Geheimnis. Besonders deutlich wird das im Vergleich von zwei Bilanzskandalen: Commerzialbank hier, Wirecard dort. In Österreich sucht man derzeit noch den Watschenmann (ich habe dir berichtet). „Man muss nur genügend Leute haben, die für einen zurücktreten“, hat der deutsche Kabarettist Harald Schmidt einmal gegenüber dem  „Spiegel“-Magazin gesagt. In Österreich reicht einer.

Währenddessen in Deutschland

Die Rücktritte jenseits der deutsch-österreichischen Grenze haben Fahrt aufgenommen. EY Deutschland-Chef Hubert (Barth) tritt von seiner Position zurück. Edgar (Ernst), Präsident der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR), wird sein Amt vorzeitig per Ende des Jahres niederlegen. Auch bei der deutschen Finanzleistungsaufsicht (Bafin) gab es personelle Konsequenzen: Präsident Felix (Hufelt) räumt mit April 2021 das Feld.

 Ich bin gespannt, ob in Österreich doch noch ein Rücktritt als Antwort auf die Mattersburger Bankenpleite folgt. Es kann ja nicht nur Ex-Commerzialbankchef Martin (Pucher) gewesen sein. Die Österreichische Nationalbank (OeNB), der Aufsichtsrat der Bank und die TPA sind hier auch in der Pflicht, Verantwortung zu übernehmen. Momentan schaut es nicht danach aus. Das Motto lautet: Keiner war’s und niemand hat’s gesehen. Mehrere Klagen sind anhängig.

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