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Russland-Krise: Börsen im Eiertanz

Insider Nº68 / 22 22.2.2022 News

Sind dir auch schon die irrationalen Bewegungen an den Börsen heute aufgefallen? Während die Raiffeisen Bank International AG (RBI) im ATX Index wegen ihrer engen Verflechtungen mit Russland (ich habe dir berichtet) mit mehr als minus sechs Prozent erwartungsgemäß stark verloren hat, wundert mich, dass die OMV AG mit einem leichten Plus/Minus (schwankt erratisch) ungeschoren davonkommt. Sie ist mit Nord Stream II stark von den Entwicklungen im Osten abhängig. RBI-Chefanalyst Peter (Brezinschek) erklärt das so:

„Der Ölpreis liegt aktuell sehr hoch, wahrscheinlich kompensieren da die Preiseffekte die Mengeneffekte.“

Der Ölpreis ist auf Achtjahreshoch! Du weißt, der ATX Index hängt stark von den Geschäften in östlichen Ländern (70 Prozent des Umsatzes) ab, trotzdem ist er nur mit einem Prozent im Minus. Die AT&S AG verzeichnet sogar ein Plus von über zwei Prozent, Peter meint das liege wohl an Umschichtungen der Investoren. Börsen mögen keine Unsicherheit, ich denke, das wird in den nächsten Tagen auf und ab gehen.

Rohstoffengpässe möglich

Ich halte es noch mit der Empfehlung der Experten vor einer Woche, da hieß es durchtauchen. Investmentchef Matthias (Born) von der Berenberg Bank ist heute der gleichen Meinung:

„Als Fondsmanager sollte man meiner Meinung nach jetzt nicht kurzfristig und hektisch agieren. Frühere militärische Auseinandersetzungen haben gezeigt, dass der Einfluss auf die Börsen meist kurzfristiger Natur ist. Allerdings sollte man die Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Rohstoffpreise nicht unterschätzen, ebenso mögliche Rohstoffengpässe. Dies dürfte sich damit indirekt auf viele Unternehmen auswirken“, sagt Matthias.

Dass der DAX Index von den Geschehnissen so ziemlich unberührt bleibt, ist auch für Peter verwunderlich:

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