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Wachstumsbremse: ATX-Konzernen fehlen 8.600 Arbeitskräfte

Exklusiv Insider Nº196 / 22 1.6.2022 News

Der Fachkräftemangel hat sich zu einem Arbeitskräftemangel entwickelt. Er wird für die heimischen börsennotierten Konzerne immer mehr zur Wachstumsbremse. In einer exklusiven Recherche habe ich den konkreten Arbeitskräftebedarf (in österreichischen Niederlassungen) von den 38 im ATX-Prime an der Wiener Börse gelisteten Konzernen untersucht.

Das Ergebnis von Ende Mai, es werden 8.577 Arbeitskräfte gesucht. Das ist die Größe einer Kleinstadt wie Wörgl in Tirol oder Korneuburg in Niederösterreich. An erster Stelle rangiert die Strabag SE mit 3.500 offenen Stellen. Auch die Porr AG sucht 550 Mitarbeiter. Somit kommt etwa die Hälfte des Arbeitskräftemangels aus der Baubranche. Auffällig ist auch, dass vor allem Industrieunternehmen wie AT&S AG, Voestalpine AG oder Palfinger AG, die ersten Plätze anführen – hier habe ich die Top Ten für dich:

Börsianer

Beinahe jeder CEO klagt bei mir über die Schwierigkeit, geeignete Mitarbeiter zu finden – „man muss zunehmend kreativ sein“, heißt es. Meine Zahlen bestätigen das. So holt etwa der steirische Leiterplattenhersteller AT&S AG Mitarbeiter mit dem Bus täglich aus Slowenien und ist dabei, mit den Behörden in Leoben ein internationales Schulsystem mit englischsprachigen Schul- und Kindergartenplätze zu installieren, wie mir CEO Andreas (Gerstenmayer) erzählt.

Heute wurden die aktuellen Arbeitslosenzahlen veröffentlicht: Mit einer Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent ist diese auf einem 14-jährigen Rekordtief. Anscheinend finden immer mehr Menschen einen Job, doch die Konzerne suchen trotzdem verzweifelt.

Damit der Arbeitskräftemangel nicht zur endgültigen Wachstumsbremse wird, braucht es jetzt einen konkreten Schulterschluss von Unternehmen und Politik sowie einen gemeinsamen Masterplan.

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