Vielleicht hast du es auch schon gesehen: Die Raiffeisen Bank International AG (RBI) hat die Ergebnisse fürs 3. Quartal 2022 diesmal auch ohne Russland und Belarus (wegen der Sanktionen darf kein Geld fließen) veröffentlicht. So betrug der Zinsüberschuss 2,4 Milliarden Euro, inklusive Russland und Belarus waren es 3,59 Milliarden Euro. Noch eklatanter ist der Unterschied beim Provisionsüberschuss mit 1,287 Milliarden ohne und 2,682 Milliarden Euro mit. Unterm Strich blieben 822 Millionen Euro Gewinn, inklusive Bulgarien-Verkauf (453 Millionen Euro) sowie Russland und Belarus wäre es 2,80 Milliarden Euro gewesen!
Das zeigt einmal mehr, wie profitabel das Russlandgeschäft für die RBI ist. Ein Verkauf (es gibt noch keine Entscheidung) würde sicher einen harten Einschnitt in den Erträgen bedeuten. Die Q3-Zahlen zeigen aber auch, dass die RBI ohne Russland „überleben“ kann. Und das gar nicht schlecht. RBI-Boss Johann (Strobl) erwartet 2023 Druck auf die Erträge (neue Steuern in Ungarn und Tschechien, schwieriges Hypothekengeschäft, Margen in Rumänien unter Druck) von allen möglichen Seiten, die Integration der Equa Bank und der Crédit Agricole Srbija (klick hier) sollten aber „für etwas Erleichterung sorgen“, sagte Johann heute beim Analysten-Call.