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Finanzexperten entspannt: Das kostet der Lockdown N°4

Insider Nº443 / 21 22.11.2021 News

Ab heute ist Österreich zum vierten Mal im schon bekannten Lockdown-Modus. Du weißt, was das heißt: Ausgangssperren, geschlossene Geschäfte und Kontaktbeschränkungen. Doch was bedeutet das konkret für die heimische Wirtschaft und die Wiener Börse (ich habe dir am Freitag schon berichtet)? Ich habe mich für dich bei Österreichs führenden Experten umgehört.

Wolfgang (Matejka) von Matejka & Partner Asset Management sieht nur einen geringen Effekt auf die Börse: „Grund ist, dass wir wenig bis gar keine ‚Tourismus-Aktien‘ haben, die wohl wieder am stärksten den Lockdown spüren werden – eventuell Do&Co AG, aber die auch nur im Rahmen der Österreich-Aktivitäten“. Seine favorisierten Branchen sind aktuell Bauwerte, Versicherungen und

„zum x-ten Mal die Marinomed AG, die mit ihrer Produktpalette mitten ins Zentrum einer Pandemiepolitik gehören würde. Warum das politisch nicht ein- und umgesetzt wird, ist meiner Ansicht nach ein Skandal“.

Inwiefern hemmt der Lockdown die bis dato durchaus rosigen Wachstumsaussichten? Stefan (Bruckbauer), Chefökonom der Unicredit Bank Austria AG, stellt eine „Verzögerung der Erholung“ fest, zeigt sich aber optimistisch:

„Am Pfad ändert es nicht viel. Entscheidender sind die Auswirkungen der Lieferverzögerungen und Lieferkettenprobleme, dies könnte länger, also auch noch im ersten Halbjahr 2022 negative Effekte haben. Trotzdem wird 2022 ein starkes Wachstum für Österreich bringen.“

Das freut mich zu hören! Erste Group-Chefanalyst Friedrich (Mostböck) stimmt in den Tenor der kurzfristigen negativen Effekte mit ein:

„Auch hier natürlich kurzfristig negative, die wir teilweise am letzten Freitag nach der Ankündigung schon gesehen haben. Heute bewegt sich der ATX schon wieder im Schnitt europäischer Märkte. Zu favorisieren wären während des Lockdowns eher defensive infrastrukturrelevante Unternehmen.“

Friedrich liefert mir konkrete Zahlen: Nach seinen Prognosen soll das Wachstum des CEE8-Länder Durchschnitts (diese Kennzahl ist besonders wichtig für den ATX) 2021 +5,2 Prozent und 2022 +4,5 Prozent betragen. Der Lockdown beeinflusse diese Prognosen nicht in einem großen Ausmaß.

Ich hoffe, die Prognose der kurzfristigen Korrektur bewahrheitet sich, damit die historischen Kursgewinne der Wiener Börse anhalten können (lies hier).

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